Regie: Satoshi Kon
Kontrolle der Träume...
Wenn
sich jemand nachts in meine Träume schleicht" - eine Horrorvorstellung,
nicht erst seit Freddy Krueger im Kino mehrfach sein Unwesen trieb. Im
Grunde ein faszinierendes Szenario, dass bereits in Klassikern wie
"Alice im Wunderland" oder neuen Klassikern wie "Inception" zum Thema
wurde .Als Christopher Nolans Meisterwerk „Inception“ im Jahre 2010 über
die Kinoleinwände flackerte, waren Fans und Kritiker gleichermaßen
begeistert. Das hochkomplexe Setting, in welchem es den Protagonisten
möglich war, in die Träume anderer Personen einzutauchen und diese zu
verändern, schlug im Nachgang hohe Wellen. Was viele dabei jedoch
vergessen, ist die Tatsache, dass es bereits lange vor „Inception“
einige Machwerke gab, die eben jene Thematik behandelte. Ein animiertes
Paradebeispiel dafür ist der Film „Paprika“, welcher 2006 erschien.
Im
diesem japanischen Anime Film aus dem Jahr 2006 hat Regisseur Satoshi
Kon, der das Drehbuch gemeinsam mit Seishi Minakami schrieb, dieses
Thema sehr surreal, sehr verzwickt, aber extrem interessant
aufbereitet.
Der
Psychothriller handelt von einem Kampf zwischen einem
"Traumterroristen“, der Albträume verursacht, indem er ein Gerät
stiehlt, mit dem andere ihre Träume teilen können, und einer
Forschungspsychologin, die die Traumwelt betritt und sich in einen
Traumdetektiv namens Paprika verwandelt, um die Fälle zu untersuchen. Paprika war Kons vierter und letzter Spielfilm vor seinem Tod im Jahr 2010. Das japanische Animationsstudio Madhouse animierte und produzierte den Film.
Der Film hatte seine Weltpremiere bei den 63. Internationalen
Filmfestspielen von Venedig, wo er um den Goldenen Löwen konkurrierte. Er wurde am 25. November 2006 in Japan veröffentlicht und erhielt viel Lob von den Kritikern.
In naher Zukunft ermöglicht ein neu entwickeltes Gerät namens DC Mini den Benutzern, die Träume anderer Menschen zu sehen. Die
Leiterin des Teams, das an dieser Behandlung arbeitet, Dr. Atsuko
Chiba, beginnt, die Maschine illegal zu verwenden, um psychiatrischen
Patienten außerhalb der Forschungseinrichtung zu helfen, indem sie ihr
Traumwelt-Alter-Ego annimmt, eine Detektivin namens Paprika. Atsukos engste Verbündete sind Dr. Toratarō Shima, der Abteilungsleiter, und Dr. Kōsaku Tokita, der Erfinder des DC Mini.
Paprika berät einen Detektiv namens Toshimi Konakawa, der von einem
wiederkehrenden Traum über einen ehemaligen Kollegen und ein Opfer eines
Mordfalls geplagt wird, den er untersucht. Sie gibt Toshimi eine Karte mit dem Namen einer Website darauf. Da
es sich bei den DC Minis um unfertige Prototypen handelt, gibt es keine
Zugangsbeschränkungen und jeder kann in die Träume anderer Personen
eindringen, was schwerwiegende Konsequenzen nach sich zieht, wenn sie
gestohlen werden. Toratarō gerät in eine unsinnige Tirade und springt durch ein Fenster, wobei er sich beinahe umbringt. Als
Kōsaku Toratarōs Traum untersucht, der eine Parade zufälliger Objekte
darstellt, erkennt er seinen Assistenten Kei Himuro, was ihren Verdacht
bestätigt, dass der Diebstahl ein Insider-Job war.
Als zwei weitere Wissenschaftler dem DC Mini zum Opfer fallen,
verbietet der Vorsitzende des Unternehmens, Dr. Seijirō Inui, der von
Anfang an gegen das Projekt war, die Verwendung des Geräts. Dies kann die verrückte Parade, die sich nun in Himuros Traum befindet und Kōsaku heimsucht, nicht verhindern. Paprika und Toratarō entdecken, dass Himuro nur eine leere Hülle ist. Der
wahre Täter ist Seijirō, der glaubt, dass er Träume durch Traumtherapie
mit Hilfe von Dr. Morio Osanai vor dem Einfluss der Menschheit schützen
muss. Paprika
wird nach einer anstrengenden Verfolgungsjagd von den beiden gefangen
genommen. Traum und Realität vermischen immer mehr....
Die Animes des Regisseurs SAtoshi Kon weisen eine sehr starke individuelle Handschrift auf und bereits sein erster Animationsfilm "Perfect Blue" (ebenfalls ein Thriller) wurde zum Klassiker des Genres. Auch mit "Millenium Actress" und "Tokyo Godfathers" lieferte er überzeugende Genrewerke ab. Auch "Paprika" erweist sich als anspruchsvoll und fantasiereich. Der Film ist herausfordernd und auch verstörend. Möglicherweise ist die Handlung zu schwer verständlich, aber sie folgt auch den Gesetzen der Träume. Er vermittelt eine dunkle Seite einer imagnären Welt, die kaum vom Menschen zu beherrschen ist. In Umfragen über die besten Animationsfilme taucht "Paprika" auch immer wieder auf.
Die Animes des Regisseurs SAtoshi Kon weisen eine sehr starke individuelle Handschrift auf und bereits sein erster Animationsfilm "Perfect Blue" (ebenfalls ein Thriller) wurde zum Klassiker des Genres. Auch mit "Millenium Actress" und "Tokyo Godfathers" lieferte er überzeugende Genrewerke ab. Auch "Paprika" erweist sich als anspruchsvoll und fantasiereich. Der Film ist herausfordernd und auch verstörend. Möglicherweise ist die Handlung zu schwer verständlich, aber sie folgt auch den Gesetzen der Träume. Er vermittelt eine dunkle Seite einer imagnären Welt, die kaum vom Menschen zu beherrschen ist. In Umfragen über die besten Animationsfilme taucht "Paprika" auch immer wieder auf.
Bewertung: 7 von 10 Punkten.





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