Regie: David Bowers und Sam Fell
Odyssee einer Hausratte...
Bei
dem Filmprojekt "Flushed away" (deutscher Kinotitel: Flutsch und weg)
arbeiteten Dream Works Animation aus dem USA und Aardman Animations aus
Großbritannien zusammen. Unter
der Regie von David Bowers und Sam Fell, die zum ersten Mal
Spielfilmregisseure sind und schon lange mit Aardman zusammenarbeiten,
weist der Film aus dem Jahr 2006 unbestreitbar intelligente und
auffällige Qualitäten auf. Gelegentlich wird das unerbittlich hektische
und anmaßende Verhalten einiger Charaktere auf die Spitze getrieben, was
die Atmosphäre etwas zurücknimmt. Dennoch ist der Film sehr
erfrischend und bietet eine ganze Menge von interessanten Figuren. Allen
voran die edle Roddy St. James, die verwöhnte Hausratte aus Kensington. Es
war der dritte und letzte von DreamWorks Animation gemeinsam mit
Aardman Features produzierte Film nach den wesentlich erfolgreicheren
Filmen "Chicken Run“ (2000) und "Wallace & Gromit – Auf der Jagd
nach dem Riesenkaninchen“ (2005) und das erste Aardman-Projekt, das
größtenteils als CGI-Animation und nicht wie üblich mit Stop-Motion
erstellt wurde.Trotz
positiver Kritiken und einem guten Stellenwert bei den Fans blieb
"Flutsch und weg“ an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück. Der
Film spielte weltweit über 178 Millionen US-Dollar ein, obwohl sein
Produktionsbudget bei 149 Millionen US-Dollar lag, was sicherlich dazu
beitrug, was sicherlich auch zum Ende der Zusammenarbeit beitrug. Roddy St. James ist eine verwöhnte Hausratte, die in einem großen Apartment in Kensington lebt. Eines
Nachts, als seine Besitzer im Urlaub sind, spuckt eine Kanalratte
namens Sid aus dem Abfluss der Spüle und beschließt, zu bleiben und das
Finale der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 anzuschauen. Roddy
versucht, Sid loszuwerden, indem er ihn die Toilette der Marke Jacuzzi
hinunterspült, wobei er fälschlicherweise behauptet, es handele sich um
einen echten Whirlpool, aber Sid lässt sich nicht täuschen und spült
stattdessen Roddy hinunter. Roddy findet sich in Ratropolis wieder, einer Kanalstadt aus verschiedenen Schrottstücken, die London ähnelt. Er
wird angewiesen, Rattengirlie Rita Malone aufzusuchen, eine
unternehmungslustige Müllsammlerin, die mit ihrem treuen Boot, der Jammy
Dodger, die Abflüsse bearbeitet und ihm möglicherweise helfen kann,
nach Hause zu kommen. Roddy
und Rita werden von den Ratten Spike und Whitey entführt und vor ihren
Chef, der Kröte, gebracht, als Rita einen wertvollen Rubin zurückstahl,
den ihr Vater ursprünglich geplündert hatte. Die Kröte plant, Roddy und Rita mit flüssigem Stickstoff einzufrieren, doch die beiden entkommen. Rita
nimmt den Rubin und ein einzigartiges elektrisches Hauptkabel, das zur
Steuerung der Abwasserschleusen von Ratropolis benötigt wird. Roddy folgert, dass der Rubin eine Fälschung ist, und zerschmettert ihn mühelos, was Rita wütend macht. Roddy bietet Rita einen echten Rubin an, wenn sie ihn zurück nach Kensington bringt, worauf sie einwilligt. Die beiden machen zunächst Halt, um ihre Familie zu besuchen, bevor sie aufbrechen. Während
Roddys Aufenthalt belauscht er ein Gespräch, das ihn zu der Annahme
veranlasst, dass Rita ihn an den Toad verrät, also bricht er den Deal
und stiehlt den Jammy Dodger. Als Rita ihn einholt, kann sie das Missverständnis aufklären. Die beiden entziehen sich der Verfolgung durch Spike, Whitey und ihren Komplizen. Wütend über die wiederholten Misserfolge seiner Schergen schickt die Kröte nach seinem französischen Cousin Le Frog. Es
stellt sich heraus, dass Kröte einstmals Prinz Charles‘
Lieblingshaustier in seiner Kindheit war, bis er plötzlich durch eine
Ratte ersetzt und in die Toilette gespült wurde, was zu seinem Hass auf
Nagetiere führte. Er hat auch was ganz Übles vor, er möchte sämtliche Nager im Kanal vernichten...


Weltweit
konnte ein Umsatz von 178 Millionen Dollar erwirtschaftet werden, er
wurde sogar zum 24. umsatzstärksten Film des Jahres 2006 gekürt. Doch
die hohen Produktionskosten verursachten am Ende dann doch ein dickes
Minus. Der Film hat ein paar sehr witzige Ideen und gute Sprüche auf
Lager. Dazu hören wir Songklassiker wie "Shes a lady" von Tom Jones,
"Dancing with mysoelf" von Billy Idol, "Dont worry, be happy" von Bobby
McFerrin oder "Proud Mary" von Ike and Tina Turner im Soundtrack.
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.