Mittwoch, 11. Dezember 2024

Das Seeungeheuer


Regie: Chris Williams

Red Bluster...

Chris Williams ist der Regisseur des Animationsfilms "The Sea Beast" aus dem Jahr 2022, gmeinsam mit seinem Kollegen Nell Benjamin schrieb er auch das Drehbuch zum Film und beteiligte sich auch an der Produktion. Die Geschichte lässt die große Zeit der filmischen Seefahrer-Abenteuer wieder aufleben und wurde dadurch auchzum erfolgreichsten Netflix-Original-Animationsfilm, der in den ersten 5 Monaten nach seiner Veröffentlichungen mit 165 Millionen angesehenen Stunden einen riesigen Zuspruch beim Publikum verbuchen konnte. 
Nicht nur das Seeungeheuer erinnert in mit seinem Aussehen an den erfolgreichen Animationshit "Drachenzähmen leicht gemacht" - auch die Geschichte selbst ist sehr ähnlich. Es ist ein Teenager, der sich mit der Frage beschäftigt, ob dieses Monster (Drache / Seeungeheuer) tatsächlich so böse ist wie alle Menschen denken und weshalb die Menschen so sehr an der Ausrottung dieser Monster ihre Energien verwenden. Kann es sein, dass man sich in dieser Einschätzung irrt ?
 Seit Jahrhunderten tauchen Meeresungeheuer auf, um der Menschheit Leid zuzufügen. Als Reaktion darauf wagen sich Besatzungen von "Jägern“ mit ihren Schiffen hinaus, um die Bestien zu jagen. Die berühmteste und erfolgreichste ist die Besatzung der Inevitable, angeführt vom legendären Kapitän Crow, seiner Ersten Maat Sarah Sharpe und seinem Adoptivsohn und Bootsmann Jacob Holland. Aufgrund des Erfolgs der Jäger über die Jahrhunderte hinweg werden die Jäger vom König und der Königin der Krone durch die Three Bridges Society unterstützt. Nachdem Crow bei einer Jagd fast getötet wurde, sagt er Jacob, dass er ihn zum Kapitän machen wird, sobald sie diesen monströsen "Red Bluster“ getötet haben, der ihm Jahre zuvor das linke Auge genommen hat. Die Mannschaft kehrt nach Three Bridges zurück, um ihren letzten Fang zu bezahlen, doch der König und die Königin informieren sie, dass sie bald durch das moderne Kriegsschiff Imperator unter Admiral Eric Hornagold ersetzt werden, da die Krone die Jäger für überholt hält und mit dem Verhaltenskodex der Jäger nicht einverstanden ist, insbesondere als Crows Mannschaft gezwungen war, ihre Jagd auf die Red Bluster aufzugeben, um ein anderes Jagdschiff zu retten. Das erzürnt Crow und Sarah und führt beinahe zu ihrer Verhaftung, doch Jacob besänftigt sie mit dem Vorschlag, seiner Mannschaft als Zeichen ihrer Würdigkeit noch eine Chance zu geben, die Red Bluster zu töten. Admiral Hornagold nimmt an und die Krone ruft einen Wettkampf zwischen den Mannschaften der Imperator und der Inevitable aus, bei dem der Gewinner die Seeungeheuer in ihrem Namen jagen darf. Nach ihrer Abreise entdeckt die Mannschaft, dass sich ein Waisenmädchen namens Maisie Brumble als blinder Passagier auf dem Schiff versteckt hat, um sich ihnen anzuschließen. Ihre verstorbenen Eltern, die selbst Jäger waren, haben sie dazu inspiriert. Die Inevitable verlegt ihren Standort und greift die Red Bluster an, das Schiff droht jedoch unterzugehen, und entgegen Crows Befehlen erlaubt Jacob Maisie zögerlich, die Bluster freizuschneiden, was die Mannschaft rettet, das Monster jedoch entkommen lässt und Jacob und Maisie ins Meer wirft. Wütend bedroht Crow beide mit vorgehaltener Waffe und verlangt von Jacob, Maisie zu ihm zu bringen, bevor das gewaltige Tier aus der Tiefe auftaucht und Maisie und Jacob ganz verschluckt. Jacob und Maisie werden auf eine abgelegene Insel gebracht, die von mehreren anderen Meeresungeheuern bevölkert ist. Maisie entdeckt, dass das Tier gar nicht bösartig ist, und freundet sich sogar mit dem Ungeheuer an, das sie in Red umbenennt. Gleichzeitig freundet sie sich mit einem kleineren Ungeheuer namens Blue an. Maisie beginnt zu glauben, dass die Monster in Wirklichkeit nur missverstandene Kreaturen sind, was Jacob zunächst bestreitet. Jacob und Maisie überzeugen Red, sie nach Rum Pepper Island zu bringen, damit sie ein Schiff für die Rückkehr nach Three Bridges bekommen. Crow glaubt, Jacob sei tot und sucht die berühmte Jägerin und Händlerin Gwen Batterbie auf, die Crow eine mit Gift versehene Harpune gibt, die stark genug ist, um Red zu töten, denn der Hass des Captains sitzt sehr tief....

Das technisch auf höchstem Standard inszenierte Abenteuer erzählt die klassische Geschichte über das Überwinden von Vorurteilen. Der Film weckt auch Erinnerungen an den Seefahrerfilm "Im Herzen der See". Die Actionszenen sind atemberaubend inszeniert und sorgten auch dafür, dass die Academy dem Film in der Kategorie "Bester Animationsfilm" eine Nominierung vergab.

Bewertung: 7 von 10 Punkten.  

Ferdinand geht Stierisch ab


Regie: Carlos Saldanha

Der sanfte Stier...

 Im spanischen Stierkampf heißt der Kämpfer Torero. Der Kampf selbst findet in einer Stierkampfarena statt, die meisten davon wurden ausschließlich zu diesem Zweck auch erbaut. Bei den über 1.000 Corridas und in der Regel sechs Tieren pro Veranstaltung ist die Jahr der dabei getöteeten Stiere auf ca. 10.000 Tiere zu schätzen. Der blutige Charakter des Stierkampfes, bei dem nur der Torero gewinnen kann, gab es seit jeher, auch in Spanien selbst, Widerstände gegen dieses Spektakel. Immerhin wurde 1991 der Stierkampf auf den Kanaren verboten, es folgen einige Jahre später auch Katalonien und die Balearen. In den oscarpreisgekrönten Jugendfilm "Roter Staub" von Irvin Rapper aus dem Jahr 1954 muss der kleine Leonardo (Michael Ray) mit ansehen, wie sein Freund, der Stier "Gitano" in der Arena um sein Leben kämpft. Da das Tier sich so heldenhaft zeigt, ruft am Ende das Publikum nach seiner Begnadigung. Sicherlich wurde der Drehbuchautor Dalton Trumbo von dem 1936 erschienenen Jugendbuch "The Story of Ferdinand" von Munro Leaf und Robert Lawson inspiriert. Nun wurde basierend auf dieser Geschichte der Animationsfilm "Ferdinand geht Stierisch ab" gedreht, der Regisseur des Films ist Carlos Saldanha, bekannt durch seine "Ice Age" Filme. In Spanien lebt ein Kalb namens Ferdinand mit anderen Stieren in Señor Morenos „Casa del Toro“, wo sie für den Stierkampf ausgebildet werden. Ferdinand ist Pazifist und liebt Blumen; das macht ihn zu einem Außenseiter unter den anderen Kälbern Valiente, Guapo und Bones. Ein Matador kommt und die Väter der Kälber kämpfen darum, ihn zu beeindrucken. Ferdinands Vater wird ausgewählt, also zerquetscht Valiente aus Rache Ferdinands Lieblingsblume. Ferdinands Vater kommt nicht aus der Arena zurück und Ferdinand rennt von der Casa del Toro zu einer Blumenfarm, die Juan und seiner Tochter Nina gehört, die ihn adoptieren, sehr zum Entsetzen ihres Hundes Paco. Viele Jahre später ist Ferdinand zu einem riesigen, aber immer noch sanften Stier herangewachsen. Juan findet, dass Ferdinand zu furchteinflößend aussieht, um ihn wie in den Vorjahren zum jährlichen Blumenfest in Ronda mitzunehmen. Ferdinand folgt ihnen trotzdem, wird jedoch von einer Biene gestochen und gerät in Panik, wobei er versehentlich den Stadtplatz zerstört. Die Tierschutzbeamten halten ihn für gefährlich und nehmen ihn mit, bevor Juan und Nina es erklären können. Die Beamten beschließen, Ferdinand in die Casa del Toro zu bringen, wo er seine alten Schlägertypen Valiente, Bones und Guapo sowie Neuzugänge wie Lupe, eine Ziege, und zwei neue Stiere, Angus und Maquina, trifft. Ferdinand versucht zu fliehen, wird aber von drei deutschen Lipizzanern, Klaus, Greta und Hans aufgehalten. Am nächsten Tag kommt der hochnäsige Matador El Primero, der einen Stier für seinen letzten Stierkampf vor der Pensionierung braucht. Moreno stellt alle Stiere in eine Arena, um sie auszufechten, aber Ferdinand weigert sich, mitzumachen, was eine Kette von Pannen auslöst, als er versucht, Guapo dabei zu helfen, sich von einer durch Lampenfieber verursachten Ohnmacht zu erholen. El Primero gibt Moreno zwei Tage Zeit, um die Stiere in Form zu bringen. Guapo wird zum Schlachthof geschickt, und Valiente informiert einen entsetzten Ferdinand, dass Nichtkämpfer jetzt zu Fleisch werden. In dieser Nacht tröstet Ferdinand Bones, der um Guapo trauert, und gewinnt ihn zu einem Freund. Am nächsten Tag leckt er Angus‘ Haare, damit dieser besser sehen kann, und gewinnt so einen weiteren Freund. Ferdinand, Bones und Angus fordern die Pferde dann zu einem Tanzwettbewerb heraus, und Maquina macht mit und hilft ihnen beim Sieg. Valiente verspottet sie, weil sie eine Bindung zueinander aufbauen und wertvolle Trainingszeit verschwenden, woraufhin die anderen Bullen Ferdinand widerwillig verlassen und zum Training zurückkehren. Mit Hilfe der drei Igelgeschwister Una, Dos und Cuatro versuchen Ferdinand und Lupe durch das Haus zu fliehen. Ferdinand findet in einem Trophäenraum eine Wand aus Hörnern, darunter auch das seines Vaters. Als Ferdinand erkennt, dass Bullen sterben, ob sie ausgewählt werden oder nicht, geht er zurück und warnt die anderen, um ihr Leben zu rennen....



Aber zuerst muss Ferdinand doch noch zum Kampf in die Arena. Der Film wurde von Blue Sky inszeniert und spielte weltweit 296 Millionen Dollar ein. Dabei war er ausserhalb der USA ein größerer Erfolg als im eigenen Land. In Spanien selbst wurde der Film von Stierkampf Befürwortern stark kritisiert. Anders als im Buch verdient Ferdinand aber den Beifall der Arena, weil er nicht kämpft. Das ist doch eine schöne Message, wenn man sie auf den Menschen übertragen kann. Und Stierkämpfe, trotz der jahrhundertealten Tradition, müssten m.E. sofort verboten werden. Der Film selbst punktet mit Charme und liebenswerten Figuren. Dafür gelang es dem Film 2 Golden Globe Nominierungen (Song, Animationsfilm) und eine Oscarnominierung (Animationsfilm) zu bekommen.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

 

Die Gangster Gang


Regie: Pierre Perifel

Fünf böse Jungs...

Fünf böse Jungs...Der Animationsfilm "Bad Guys" aus dem Jahr 2022 ist in Deutschland unter dem Kinotitel "Die Gangster Gang" bekannt und wurde von Pierre Perifel gedreht. In Deutschland erwarben sich mehr als 800.000 Zuschauer eine Kinokarte. Damit erreichte der Dream Works Film einen guten Platz 23 in den hiesigen Kinojahrescharts. Auch die weltweiten Einnahmen mit ca. 250 Millionen Dollar kann sich sehen lassen, zumal die Budgetkosten von 60 Millionen Dollar nicht den Rahmen sprengten. Die Macher ließen sich nach eigenen Angaben von Design des Sony Pictures Animationhit "Spider Man: Into the Spider Verse" inspirieren und hatten auch einige Ideen von früheren Filmen wie "Das 5. Element", "Heat" "Ocean Eleven", "Reservoir Dogs" oder "Pulp Fiction" im Kopf. An den Tarantino Klassiker wird man gleich in der ersten Szene des Films erinnert, in der sich Mr. Wolf und Mr. Snake ausufernd in einem Diner Restaurant, man denkt sofort an Pumpkin, Honey Bunny und vor allem an Vincent Vega und Jules Winnfield. In einer Welt, in der Menschen und anthropomorphe Tiere koexistieren, führt der Taschendieb Mr. Wolf die Bad Guys an, eine berüchtigte Verbrecherbande: sein bester Freund und Safeknacker Mr. Snake, die Hacker-Expertin Ms. Tarantula, der Verkleidungsmeister Mr. Shark und der unberechenbare Mr. Piranha. Nach einem weiteren dreisten Raubüberfall und einer anschließenden Verfolgungsjagd beleidigt Gouverneurin Diane Foxington die Vorhersehbarkeit der Bande. Wolf überredet sie in seinem gekränkten Stolz, den Goldenen Delphin zu stehlen, der dem Versuchskaninchen-Philanthropen Professor Rupert Marmalade IV verliehen wird, der beim Wiederaufbau der Stadt nach der Zerstörung durch einen Meteoriten geholfen hat. Als Wolf die Preisverleihung infiltriert, fühlt er sich gut, nachdem er versehentlich einer älteren Frau geholfen hat, und seine widersprüchlichen Gefühle vielleicht doch mal "ein Guter" zu sein, verzögern die Flucht der Bande, was zu ihrer Verhaftung führt. Um dem Gefängnis zu entgehen und den Preis erneut zu stehlen, überredet Wolf die Senatorin Foxington, dass das gütige Meerschweinchen Marmalade die kriminellen Machenschaften der Bad Guys ändern zu lassen. Marmalades Bemühungen, die Gang zu reformieren, sind erfolglos und gipfeln in einem katastrophalen Versuch, möglichst viele Meerschweinchen aus einem Forschungslabor zu retten. Foxington bricht das Experiment beinahe ab, hat aber Verständnis für Wolf, weil er sich wie der "große böse Schurke“ verhält, den die Gesellschaft von ihm erwartet. Wolf rettet aber ein kleines verschüchtertes Kätzchen von einem Baum, was Marmalade in einem Video festhält, das das öffentliche Image der Gang auf den Kopf stellt, aber Snake befürchtet, dass Wolf ihren Plan aus den Augen verliert. Bei Marmalades Wohltätigkeitsgala führt die Gang einen weiteren Raubüberfall durch, um den Preis zu stehlen, aber Wolf, der sich in die hübsche Senatorin Foxington verliebt hat, ist dazu nicht in der Lage und beschließt, tatsächlich Gutes zu tun. Stattdessen wird jedoch der Meteorit gestohlen und die Gang wird nun beschuldigt und verhaftet, obwohl die Gruppe gar nichts mit dem Raub zu tun hat..


Die Moral der Geschichte ist nicht besonders schlagkräftig. Sie ist aber clever, visuell interessant und sehr, sehr lustig. Es ist ein Heist Movie, völlig überdreht und herrlich komisch in seinem "Oceans Eleven" Modus. Natürlich haben die fünf Tiere - Wolf, Schlange, Spinne, Hai und Piranha - alles andere als einen guten Ruf. Natürlich schräge Charaktere, die aber in dieser comicartigen Atmosphäre total gut zur Geltung kommen.

 Bewertung: 7 von 10 Punkten.

Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba - The Movie: Mugen Train


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Haruo Sotozaki

 Ein Zug voller Dämonen... 

Im ersten Corona Jahr 2020 gab es nur einen einzigen Blockbusterfilm, der über 500 Millionen Dollar einspielte. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 gab es gleich 9 Filme, die die Milliardengrenze toppen konnten. Der erfolgreichste Film des Jahres wurde so der japanische Animationsfilm "Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba - The Movie: Mugen Train" mit einem weltweiten Umsatz von 507 Millionen Dollar. Basierend auf dem "Mugen Train" Bogen der Manga Serie "Demon Slayer: Kimentsu no Yaiba 2016 bis 2020 von Koyoharu Gotouge. Der erfolgreiche Kinofilm ist auch eine direkte Fortsetzung der ersten Staffel der TV-Serie.  Der Film wurde von Haruo Sotozaki inszeniert und von Ufotable-Mitarbeitern geschrieben. "Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – The Movie: Mugen Train" und wurde auch ein Erfolg bei der Filmkritik.  Produziert wurde er von Ufotable in Zusammenarbeit mit Aniplex und dem Herausgeber des Mangas "Shueisha". Es war das erste Mal überhaupt, dass eine nicht-amerikanische Produktion die jährliche globale Kinocharts anführte.Eine Fortsetzung, die nach den Ereignissen der zweiten Staffel spielt, "Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – To the Swordsmith Village" wurde am 3. Februar 2023 in Japan veröffentlicht, mit einem dritten Film, der nach den Ereignissen der dritten Staffel spielt," Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – Zum Hashira-Training" erschien 2. Februar 2024. Eine Filmtrilogie, die nach den Ereignissen der vierten Staffel spielt, "Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – The Movie: Infinity Castle" soll 2025 Premiere feiern. Kagaya Ubuyashiki, Anführer des Dämonentöterkorps, besucht mit Hilfe seiner Frau Amane einen Friedhof, auf dem die verstorbenen Dämonentöterkrieger begraben sind. Er beklagt diejenigen, die im andauernden Krieg gegen den Dämonenkönig Muzan Kibutsuji und seine Armee ihr Leben ließen, und erklärt, dass der menschliche Geist sich der Herausforderung immer stellen wird. Tanjiro Kamado, seine dämonische jüngere Schwester Nezuko und seine Freunde Zenitsu Agatsuma und Inosuke Hashibira besteigen den Mugen-Zug um der Flamme Hashira Kyojuro Rengoku bei seiner Mission zu helfen, einen Dämon zu jagen, der 40 Menschen verschwinden ließ. Kurz nachdem sie an Bord gegangen sind, werden sie auch schon von zwei Dämonen angegriffen, die Kyojuro schnell tötet. Direkt danach fallen alle außer Nezuko in einen tiefen Schlaf, das Werk von Enmu, einem der mächtigsten Dämonen von Muzan. Enmu weist vier Passagiere, die alle an schwerer Schlaflosigkeit leiden, an, in die Träume der Dämonentöter einzudringen und ihren spirituellen Kern zu zerstören, um sie zu lähmen. Im Gegenzug gewährt Enmu ihnen einen friedlichen Schlaf. Während sie schlafen, haben die Dämonentöter idealistische Träume: Tanjiro trifft seine verstorbene Familie wieder, Kyojuro erinnert sich an seine Vergangenheit mit seinem jüngeren Bruder Senjuro und seinen alkoholkranken Vater Shinjuro. Zenitsu stellt sich ein Leben mit Nezuko vor und Inosuke sieht sich selbst als Anführer. Keiner der Passagiere schafft es, seinen spirituellen Kern zu zerstören. Tanjiro erkennt dank Nezukos Hilfe von außen, dass er träumt, verlässt unter Tränen seine Familie und versucht aufzuwachen, was ihm gelingt, nachdem ihm eine Vision seines Vaters befohlen hat, sich im Traum umzubringen. Doch damit ist der Dämon noch lange nicht besiegt. Ausserdem betritt auch noch ein weiterer Dämon Akaza das Geschehen...



Ein äusserst interessanter Animationsfilm, der sehr viel Action und Spannung bietet. Die Figuren - auch die Dämonen - sind sehr individuell gestaltet und wirken alle recht charismatisch. Auf einer weiteren Ebene wird dem Zuschauer aber auch noch eine starke Spiritualität, die Enscheidung zwischen Gut und Böse sowie Einblicke in das japanische Religionsverständnis (Shinto, Buddhismus)vermittelt. 

Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Mittwoch, 4. Dezember 2024

Die Schöne und das Biest


Regie: Gary Trousdale und Kirk Wise

Der verwunschene Prinz... 

Das American Film Institute machte 2001 eine Umfrage über die besten Animationsfilme. Auf Platz 1 landete der unverwüstliche Disney Klassiker "Schneewittchen und die 7 Zwerge" gefolgt von "Pinocchio", "Bambi", "König der Löwen", "Fantasia" und "Toy Story". Auf Platz 7 landete mit "Die Schöne und das Biest" ebenfalls ein Disney Film. Erst der 8. Platz ging an "Dreamworks" und dem Blockbuster Hit "Shrek". "Die Schöne und das Biest" war auch der erste Zeichentrickfilm, der eine Oscarnominierung in der Hauptkategorie "Bester Film" erreichte. Nach ihm gelang dies nur noch den Filmen "Oben" und "Toy Story 3". Insgesamt gingn bei 6 Oscar-Nominierungen (bester Film, drei Songs, Soundtrack und Ton) 2 Siege hervor. Der Song "Beauty and the beast", gesungen von Celine Dion und Peabo Bryson war siegreich, ebenso Alan Menkens Original Score. Mit diesem Film hat Disney eine perfeke Märchenwelt erschaffen, die auch auf allen Ebenen nahtlos an die ganz altern magischen Klassiker des Studios wie "Cinderella" oder "Dornröschen" anknüpfen konnte. In einem fernen Land lebte ein junger, aber selbstsüchtiger und unfreundlicher Prinz in einem Schloss. Eines Nachts kommt eine alte Bettlerin ins Schloss und bietet dem Prinzen eine verzauberte Rose als Gegenleistung für Schutz vor einem Sturm an. Als er ihr Anblick verächtlich ablehnt, offenbart sie ihre wahre Gestalt als Zauberin und verwandelt ihn in ein Tier und seine Diener in Haushaltsgegenstände. Um den Fluch zu brechen, muss der Prinz lernen, jemanden zu lieben und sich die Liebe dieser Person zu verdienen, bevor das letzte Blütenblatt der Rose fällt; sonst wird er für immer ein Tier bleiben. Einige Jahre später träumt Belle, die Bücherwurm-Tochter des exzentrischen Erfinders Maurice, in einem nahe gelegenen Dorf von Abenteuern und weist die Avancen von Gaston, einem arroganten und selbstgefälligen Jäger, ständig zurück. Eines Tages reist Maurice zu einem örtlichen Jahrmarkt, um seine neueste Erfindung, eine Holzhackmaschine, vorzustellen, verirrt sich jedoch im Wald. Als er im Schloss des Biests Zuflucht sucht, wird er schließlich wegen Hausfriedensbruchs festgenommen. Nachdem Belle Maurice im Schlossverlies eingesperrt findet, bietet sie an, seinen Platz als Gefangener einzunehmen; das Biest stimmt zu. Belle trifft die Diener des Schlosses, darunter den Kerzenleuchter Lumière, die Kaminuhr Cogsworth, die Teekanne Mrs. Potts und ihren Sohn Tassilo, eine Teetasse. Als sie die verzauberte Rose findet, zwingt das Biest sie wütend, nach draußen zu fliehen. Wölfe überfallen Belle und das Biest rettet sie, wobei es sich dabei verletzt. Während sie seine Wunden pflegt, entwickeln das schöne Mädchen eine Beziehung zu dieser Kreatur. Im Dorf gelingt es Maurice nicht, die Stadtbewohner vom Biest zu überzeugen. Als Gaston Maurices Aussagen hört, besticht er Monsieur D'Arque, den Leiter der örtlichen Irrenanstalt, damit dieser Maurice für verrückt erklärt und einsperrt, was Gaston nutzen wird, um Belle zu erpressen, ihn im Austausch für Maurices Freilassung zu heiraten. Bevor sie handeln können, geht Maurice, um allein eine Rettung zu versuchen. Belle entdeckt Maurices missliche Lage durch einen Zauberspiegel. Aus Liebe zu ihr lässt das Biest Belle frei, um ihn zu retten. Als Belle in die Stadt zurückkehrt, enthüllt sie das Biest durch den Spiegel, was die Stadtbewohner schockiert und die Geisteskrankheit ihres Vaters beweist. Als Gaston erkennt, dass sie sich in das Biest verliebt hat, lässt er sie aus Eifersucht zusammen mit Maurice in den Keller werfen und trommelt die Dorfbewohner zusammen, um das Biest zu töten....


Zum Glück gab es im Drehbuch die rettende kleine Teetasse Tassilo. Der Film war ein Riesenerfolg und spielte weltweit 451 Millionen Dollar ein und dies bei einem eher niedrig angesetzten Budget von ca. 25 Millionen Dollar. Gary Trousdale und Kirk Wise waren die Regisseure des Films, der nach "Terminator 2" und "Robin Hood" den drittgrößten Umsatz eines Films im Jahr 1991 schaffte. In Deutschland schaffte er sogar Platz 1 der Kino Jahrescharts von 1992 mit über 5 Millionen Zuschauern. Die lebendigen Gegenstände des Geisterschlosses sorgen für eine wunderbare Magie und auch allen anderen Animationen wie beispielsweise die romantische Ballszene zeigen die hervorragende Qualität dieses Animationsfilms. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer genauso mitgerissen wie bei der ebenso ausgezeichneten Realverfilmung aus dem Jahr 1946 von Jean Cocteau. Dieser Film greift auf eine ältere und sehr gute Hollywood Tradition zurück, in der die besten Autoren, Musiker und Filmemacher für eben dieses Projekt zusammenkommen, mit der Zielsetzung, dass auch ein Familienpublikum - jung und alt - eine großartige Unterhaltung verdient hat.  Er basiert auf dem Märchen von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont aus dem Jahr 1756, das wiederum eine gekürzte Version der Geschichte von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve aus dem Jahr 1740 ist.


Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Arielle, die Meerjungfrau


Regie: John Musker und Ron Clements

Die Prinzessin aus der Tiefe...

Nach einer kleinen Flaute verzeichnete Disney mit "Basil, der Mäusedetektiv" wieder einen Hit und dieser Erfolg wurde von dem 1989 realisierten Animationsfilm "The Little Mermaid" (deutscher Titel: Arielle, die kleine Meerjungfrau) von weiter ausgebaut. 235 Millionen US-Dollar an Umsatz wurde eingenommen, angesichts des Budget von ca. 40 Millionen war "Arielle" ein extrem rentabler Blockbuster. Der Film gewann zwei Oscars für die beste Filmmusik und den besten Song („Unter dem Meer“). Damit wurde dem legendären Studio neues Leben eingehaucht und auch die Nachfolger wie "Die Schöne und das Biest", "Alladin" oder "König der Löwen" bauten diesen Höhepunkt noch weiter aus. "Arielle" war daher auch der Beginn, der Äre, die als "Disney Renaissance" gefeiert wird. Die Story basiert auf das gleichnamige Märchen von Hans Christian Andersen.Arielle ist ein Meerjungfrauenprinzessin, die tief unten im Ozean lebt. Gemeinsam mit ihrem besten Freund, dem Fisch Fabius, erforschen den Ozean auf der Suche nach Dingen, die von den Menschen ins Meer geschmissen werden.  Sie sprechen mit einer Möwe namens Scuttle, die alles, was sie finden, erklärt (aber nicht genau). Arielle lebt nicht gern im Meer und möchte an Land leben, wo Menschen sind. Eines Tages sieht sie ein Schiff voller Menschen und trifft einen Prinzen namens Erik. Sie findet ihn schön und attraktiv und rettet ihn vor dem Ertrinken. Als Arielles Vater, König Triton, herausfindet, dass sie einen Menschen vor dem Ertrinken gerettet hat, zerstört er alle Dinge, die sie in ihrer Grotte aufbewahrt hat. Danach erzählen ihr zwei Muränen namens Flotsam und Jetsam von einer Seehexe namens Ursula. Sie sagen ihr, dass Ursula ihre Träume wahr werden lassen kann. Sie folgt ihnen zu Ursulas Höhle, wo diese manipulative Hexe Zaubertränke hat. Sie nutzt ihre Magie, um Arielle für genau drei Tage in einen Menschen zu verwandeln, im Austausch für ihre Stimme. Um ein Mensch zu bleiben, muss sie Prinz Eric küssen, sonst wird sie wieder zu einer Meerjungfrau und gehört Ursula. Eric zeigt ihr seinen Palast und hilft ihr, sich anzupassen. Am zweiten Tag versammelt Sebastian, die Krabbe, die anderen Meerestiere und sie singen "Kiss the Girl“, in der Hoffnung, Eric dazu zu bringen, Arielle zu küssen. Der Plan funktioniert fast, aber Flotsam und Jetsam lassen das Boot sinken. Ursula beschließt, dass es genug ist und verwandelt sich mit Arielles Stimme in ein schönes Mädchen namens Vanessa. Sie belegt Eric mit einem hypnotischen Zauber, damit er Arielle vergisst. Am nächsten Tag erfahren alle, dass Eric heiratet, und Arielle ist sehr traurig. Scuttle findet heraus, dass das Mädchen, das Eric heiratet, Ursula in Verkleidung ist. Er erzählt es Arielle und schafft es, Unruhe zu stiften, wodurch die Hochzeit verschoben wird. Die Muschel, die Ursula trägt, bricht und Arielles Stimme kommt zurück. Sie versucht, Eric zu küssen, aber die Sonne geht unter und sie verwandelt sich wieder in eine Meerjungfrau. Ursula bietet Arielle an, sie gehen zu lassen, wenn Triton ihren Platz einnimmt. Er nimmt das Angebot an und verwandelt sich in eine Pflanze. Mit Hilfe von Sebastian und Fabius besiegen Prinz Erik und Arielle Ursula. Ursula stirbt und alle Pflanzen, die sie hatte, verwandeln sich wieder in Meerjungfrauen. Schließlich erfüllt König Triton Arielle ihren Wunsch und sie darf Prinz Erik heiraten....



Die Regiearbeit teilten sich John Musker und Ron Clements. Die kleine Meerjungfrau ist ein fröhlicher und einfallsreicher animierter Fantasy-Film – ein Film, der so kreativ ist und so viel Spaß macht, dass er einen Vergleich mit den besten Disney-Werken der Vergangenheit verdient.Mit Arielle wurde auch eine weibliche Hauptfigur geschaffen, die unabhängig ist, teilweise sogar rebellisch und ihr Schicksal keineswegs als unabänderlich ansieht. Die Optik hat sehr helle Bilder, die unheimlich gut zu dem Film passen und die Figuren erinnern etwas an die Feinde von Bernard und Bianca, der berühmten Mäusepolizei (Hexe und Muränen)


Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Flutsch und weg


Regie: David Bowers und Sam Fell 

Odyssee einer Hausratte...

 Bei dem Filmprojekt "Flushed away" (deutscher Kinotitel: Flutsch und weg) arbeiteten Dream Works Animation aus dem USA und Aardman Animations aus Großbritannien zusammen. Unter der Regie von David Bowers und Sam Fell, die zum ersten Mal Spielfilmregisseure sind und schon lange mit Aardman zusammenarbeiten, weist der Film aus dem Jahr 2006 unbestreitbar intelligente und auffällige Qualitäten auf. Gelegentlich wird das unerbittlich hektische und anmaßende Verhalten einiger Charaktere auf die Spitze getrieben, was die Atmosphäre etwas zurücknimmt.  Dennoch ist der Film sehr erfrischend und bietet eine ganze Menge von interessanten Figuren. Allen voran die edle Roddy St. James, die verwöhnte Hausratte aus Kensington.  Es war der dritte und letzte von DreamWorks Animation gemeinsam mit Aardman Features produzierte Film nach den wesentlich erfolgreicheren Filmen "Chicken Run“ (2000) und "Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ (2005) und das erste Aardman-Projekt, das größtenteils als CGI-Animation und nicht wie üblich mit Stop-Motion erstellt wurde.Trotz positiver Kritiken und einem guten Stellenwert bei den Fans blieb "Flutsch und weg“ an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück. Der Film spielte weltweit über 178 Millionen US-Dollar ein, obwohl sein Produktionsbudget bei 149 Millionen US-Dollar lag, was sicherlich dazu beitrug, was sicherlich auch zum Ende der Zusammenarbeit beitrug.  Roddy St. James ist eine verwöhnte Hausratte, die in einem großen Apartment in Kensington lebt. Eines Nachts, als seine Besitzer im Urlaub sind, spuckt eine Kanalratte namens Sid aus dem Abfluss der Spüle und beschließt, zu bleiben und das Finale der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 anzuschauen. Roddy versucht, Sid loszuwerden, indem er ihn die Toilette der Marke Jacuzzi hinunterspült, wobei er fälschlicherweise behauptet, es handele sich um einen echten Whirlpool, aber Sid lässt sich nicht täuschen und spült stattdessen Roddy hinunter. Roddy findet sich in Ratropolis wieder, einer Kanalstadt aus verschiedenen Schrottstücken, die London ähnelt. Er wird angewiesen, Rattengirlie Rita Malone aufzusuchen, eine unternehmungslustige Müllsammlerin, die mit ihrem treuen Boot, der Jammy Dodger, die Abflüsse bearbeitet und ihm möglicherweise helfen kann, nach Hause zu kommen. Roddy und Rita werden von den Ratten Spike und Whitey entführt und vor ihren Chef, der Kröte, gebracht, als Rita einen wertvollen Rubin zurückstahl, den ihr Vater ursprünglich geplündert hatte. Die Kröte plant, Roddy und Rita mit flüssigem Stickstoff einzufrieren, doch die beiden entkommen. Rita nimmt den Rubin und ein einzigartiges elektrisches Hauptkabel, das zur Steuerung der Abwasserschleusen von Ratropolis benötigt wird. Roddy folgert, dass der Rubin eine Fälschung ist, und zerschmettert ihn mühelos, was Rita wütend macht. Roddy bietet Rita einen echten Rubin an, wenn sie ihn zurück nach Kensington bringt, worauf sie einwilligt. Die beiden machen zunächst Halt, um ihre Familie zu besuchen, bevor sie aufbrechen. Während Roddys Aufenthalt belauscht er ein Gespräch, das ihn zu der Annahme veranlasst, dass Rita ihn an den Toad verrät, also bricht er den Deal und stiehlt den Jammy Dodger. Als Rita ihn einholt, kann sie das Missverständnis aufklären. Die beiden entziehen sich der Verfolgung durch Spike, Whitey und ihren Komplizen. Wütend über die wiederholten Misserfolge seiner Schergen schickt die Kröte nach seinem französischen Cousin Le Frog. Es stellt sich heraus, dass Kröte einstmals Prinz Charles‘ Lieblingshaustier in seiner Kindheit war, bis er plötzlich durch eine Ratte ersetzt und in die Toilette gespült wurde, was zu seinem Hass auf Nagetiere führte. Er hat auch was ganz Übles vor, er möchte sämtliche Nager im Kanal vernichten...


Weltweit konnte ein Umsatz von 178 Millionen Dollar erwirtschaftet werden, er wurde sogar zum 24. umsatzstärksten Film des Jahres 2006 gekürt. Doch die hohen Produktionskosten verursachten am Ende dann doch ein dickes Minus. Der Film hat ein paar sehr witzige Ideen und gute Sprüche auf Lager. Dazu hören wir Songklassiker wie "Shes a lady" von Tom Jones, "Dancing with mysoelf" von Billy Idol, "Dont worry, be happy" von Bobby McFerrin oder "Proud Mary" von Ike and Tina Turner im Soundtrack.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.  

Charlie Brown und seine Freunde


Regie: Bill Melendez

Ein Junge namens Charlie Brown...

Der erste der bislang vier Peanuts Verfilmungen wurde 1969 von Cinema Center Films produziert. Regie führte Bill Melendez nach einem Drehbuch bon Charles M. Schulz. In Deutschland lockte "Charlie Brown und seine Freunde" mehr als 700.000 Zuschauer in die Kinos und weltweit freuten sich die Produzenten über mehr als 12 Millionen Dollar, die der Film einspielte. Die Produktionskosten von ca. 1 Million Dollar spielte er locker ein. Der Film wurde brachte den Musikern Vince Guaraldi, Rod McKuen, Bill Melendez, Al Shean und John Scott Drotter eine verdiente Oscarnominerung in der Kategorie "Beste Filmmusik" ein - leider verlor dieser jazzige Soundtrack gegen die vier Musiklegenden Ringo Starr, George Harrison, Paul McCartney und John Lennon für die Musik der Beatles Doku "Let it be". Da Charlie Browns Baseballteam das erste Ligaspiel der Saison verliert, wird er trübsinnig, weil er nie etwas gewinnen wird. Eines Tages schlägt Lucy Charlie Brown auf dem Weg zur Schule im Scherz vor, er solle am Buchstabierwettbewerb der Schule teilnehmen - sie sehen in Charlie den geborenen Verlierer und wollen ihn mit der Teilnahme hochziehen, denn gewinnen kann einer wie Charlie Brown doch nie. Linus ermutigt ihn jedoch, trotz des Gejohles von Lucy, Violet und Patty teilzunehmen. Charlie Brown nimmt nervös am Buchstabierwettbewerb teil und besiegt seine Klassenkameraden. Während er für die Schulmeisterschaft lernt, singen er und Linus ein Lied über die Buchstabier-Eselsbrücke "I Before E“, während Snoopy sie auf einer Maultrommel begleitet. Während des Unterrichts erstarrt Charlie Brown, als er mit "Perception“ konfrontiert wird, erholt sich jedoch, als Snoopy die Begleitung des Liedes vor dem Klassenzimmerfenster spielt; Charlie Brown gewinnt. Seine Klassenkameraden folgen ihm fröhlich nach Hause. Lucy, die sich selbst zu seiner Agentin erklärt, sagt Charlie Brown jedoch, dass er nun auch am National Spelling Bee in New York City teilnehmen muss, und er wird erneut von Selbstzweifeln geplagt. Als Charlie Brown in den Bus nach New York steigt, bietet Linus ihm widerstrebend seine Schmusedecke als Glücksbringer an und die anderen Kinder jubeln ihm zu. Zuhause hat Linus schreckliche Entzugserscheinungen, nachdem er von seiner Decke getrennt wurde, und überredet Snoopy, mit ihm nach New York zu fahren, um Charlie Brown zu suchen und die Decke zurückzuholen. Sie finden Charlie Brown erschöpft vom Lernen für den Buchstabierwettbewerb in seinem Hotelzimmer vor und er weiß nicht mal, wo die Decke ist. Nach einer erschöpfenden Suche, die Linus aus dem Hotel führt, kehrt er zurück und findet Charlie Brown, der die Decke als Schuhputztuch benutzt. Charlie Brown nimmt am Buchstabierwettbewerb teil, während Linus und Snoopy im Publikum sind und die anderen Kinder zu Hause im Fernsehen zuschauen. Einer nach dem anderen werden die anderen Teilnehmer eliminiert, bis nur noch Charlie Brown und ein anderer Junge übrig sind. Nachdem Charlie Brown jedoch mehrere Wörter richtig buchstabiert hat, wird er eliminiert, als er Beagle versehentlich (und ironischerweise, da Snoopy ein Beagle ist) falsch als B–E–A–G–E–L schreibt, sehr zur Verzweiflung von ihm und seinen Freunden. Lucy, die sich ebenso schämt, dass Charlie Brown verloren hat, sagt, dass er sie wütend gemacht hat, und schaltet den Fernseher aus. Obwohl Charlie Brown nationaler Zweitplatzierter ist, kommt er deprimiert und niedergeschlagen nach Hause. Am nächsten Tag besucht Linus einen launischen und mürrischen Charlie Brown, der den ganzen Tag im Bett verbracht hat und sich weigert, irgendjemanden zu sehen oder mit jemandem zu sprechen. Linus sagt ihm, dass alle Kinder ihn vermisst haben und dass sie ihr erstes Spiel der Saison gewonnen haben. Das verschlimmert Charlie Browns schlechte Laune und er sagt, dass er nie wieder zur Schule gehen oder irgendetwas tun wird. Linus weist jedoch darauf hin, dass die Welt trotz Charlie Browns Niederlage nicht untergegangen ist. Nachdem Linus gegangen ist, denkt er einen Moment nach, zieht sich an und geht nach draußen. Er sieht die anderen Kinder spielen und als er Lucy beim Fußballspielen entdeckt, schleicht er sich von hinten an sie heran, um ihr den Ball zuzuschießen. Sie nimmt ihn ihr weg und heißt ihn zu Hause willkommen..


Ein durchweg stimmungsvoller Film ist den Machern hier gelungen. Im Grunde ein hervorragender Film über die Nöte von Teenagern. Durch seinen Erfolg an der Kasse war er einer der ersten Zeichentrickfilme, die der großen Übermacht der Disney Studios Paroli bieten konnten. Das Kinodebüt der "Peanuts" hätte nicht besser laufen können, zumal er vollgepackt mit klasse Bildern und einer herauragenden Filmmusik den Charakter des Comics perfekt bewahrt hat. 


Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Rio


Regie: Carlos Saldhana

Ein seltener Vogel...

 In dem 2011 gedrehten Animationshit "Rio" geht es um den Fortbestand des vor dem Aussterben bedrohten Pixara. Diese Papageienart galt sogar für längere Zeit ausgestorben, doch ein Forscherteam konnte ein paar Tiere auswildern. Die letzte bekannte wildlebende Population befand sich im Nordosten vor Brasilien, in Bahia. Dann verschwanden Sie völlig von der Bildfläche, bis im Jahr 2016 ein wild lebendes Tier gesichtet wurde. In verschiedenen Arterhaltungsprojekten wird durch Zuchtprogramme versucht, den Erhalt dieser Art zu sichern, was durch die brasilianische Regierung unterstützt wird.In Moose Lake, Minnesota, fällt eine Kiste mit einem verwaisten männlichen Spix-Ara-Jungtier, das aus Brasilien geschmuggelt wurde, von einem Lastwagen und wird von der kleinen Linda Gunderson gefunden, die ihm den Namen Blu gibt. Fünfzehn Jahre später ist Blu hochgradig domestiziert, hat aber nie fliegen gelernt. Eines Tages lädt der Ornithologe Túlio Monteiro Blu und Linda nach Rio de Janeiro ein, damit Blu, das letzte bekannte Männchen seiner Art, sich mit dem letzten bekannten Weibchen paaren kann. In Túlios Voliere in Rio trifft Blu seine zukünftige Gefährtin, die äußerst unabhängige Jewel, die sich danach sehnt, in die Wildnis zurückzukehren. Später in der Nacht, als Linda und Túlio in einem Restaurant sind, werden die Aras von einem verwaisten Jungen namens Fernando und einem Gelbhaubenkakadu namens Nigel gefangen, die beide für eine Bande von Vogelschmugglern unter der Führung von Marcel arbeiten, der das Land verlassen will, um Blu und Jewel auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Während Fernando seine Taten bereut, erzählt Nigel den Aras von seiner Verachtung für "hübsche Vögel“, nachdem er in einer Fernsehshow durch einen Sittich ersetzt wurde. Blus Vertrautheit mit Käfigen ermöglicht ihm und Jewel die Flucht, was Nigel und die Schmuggler alarmiert, die Verfolgung aufzunehmen. Die Aras müssen zu Fuß weiterreisen; Marcel hat den beiden Fußfesseln angelegt. Fernando hilft Linda und Túlio am nächsten Morgen bei der Suche nach den Aras, während Blu und Jewel den Riesentukan Rafael treffen, dessen Bulldoggenfreund Luiz ihnen die Fesseln abnehmen wird. Rafael versucht, Blu beizubringen, mit Jewel vom Rand eines hohen Berges zu fliegen, was jedoch wenig Erfolg hat. Bald holen sie den Rotschopfkardinal Pedro und seinen gelben Kanarienvogelfreund Nico ein, die Blu beide am Tag zuvor kennengelernt hatte. An anderer Stelle zwingt Nigel eine Horde diebischer Krallenaffen unter der Führung von Mauro, Blu und Jewel zu fangen. Um Blu und Jewel dabei zu helfen, besser miteinander auszukommen, nehmen Pedro, Nico und Rafael die Aras mit zu einer Samba-Tanzparty, wo sie sich ineinander verlieben..


Nun müssen noch die Tierfänger ausgeschaltet werden, bis Linda ihren geliebten Ara wieder findet. Der film wurde von Blu Sky, im Auftrag der 20th Century Fox animiert und erhielt sehr gute Kritiken. Vor allem die Charaktere und die Farbenpracht des Films wurden sehr gelobt. Die Musik ist natürlich sehr landestypisch und der Song "Real in Rio" bei dem Sergio Mendez mitgewirkt hat, wurde für einen Oscar vorgeschlagen. Insgesamt spielte "Rio" 484 Millionen Dollar ein, damit erreichte er Platz 13 der Kinojahrescharts 2011. Der Erfolg ließ natürlich eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten. In Deutschlands Kinos wurden knapp 1,8 Millionen Zuschauer verzeichnet. Regisseur Carlos Saldanha setzt auf sympathische Figuren, auf liebenswerten Humor und ausgefeilte Actionszenen mit viel Slapstick - dies beweist natürlich seine Nähe und Liebe zum klassischen Zeichentrickfilm. 



Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Der Illusionist

Regie: Sylvain Chomet Der Zauberer und seine Bewunderin... Während der große Jacques Tati seine Klassiker "Mon Oncle" und "T...