Sonntag, 27. Oktober 2024

ParaNorman


Regie: Chris Butler und Sam Fell

Ich sehe tote Menschen....

Die Produktionsfirma Laika hat sich vor allem auf Stop Motion Animation spezialisiert und schuf wichtige Genrebeiträge wie "Corpse Bride", "Coraline", "Boxtrolls", "Kubo" oder "Missing Link". Der Sitz von Laika befindet isch in Hillsboro, Oregon, einem Teil der Metropolregion Portland. Mit 107 Millionen Dollar Umsatz gehört auch der 2012 gedrehte "Paranorman" zu den Highlights. Ein wunderschön animierter und solide geschriebener Film, der dessen gruselige Geschichte auch ältere Kinder und Erwachsene bestens unterhalten und auch ein bisschen erschrecken will. Dabei beinhaltet der Film auch eine nachdenkliche Struktur, denn Norman ist Aussenseiter und ein Junge, der mit Toten sprechen kann. Also nicht weit entfernt von Cole Sear (Haley Joel Osment) aus dem Horrorfilm "The Sixth Sense" von M. Night Shyamalan.
In der Kleinstadt Blithe Hollow in Massachusetts ist Norman Babcock ein 11-jähriger Junge, der mit den Toten spricht, darunter mit seiner verstorbenen Großmutter und verschiedenen Geistern in der Stadt. Fast niemand glaubt ihm und er ist emotional von seiner Familie isoliert, während seine Mitschüler in der Schule auf ihn herabsehen, ihn als "Freak" bezeichnen und ihn auch mobben. Neil Downe, ein übergewichtiger Junge, der ebenfalls gemobbt wird, findet in Norman einen Seelenverwandten. Nach der Probe eines Schultheaterstücks zur Erinnerung an die Hinrichtung einer Hexe in der Stadt vor drei Jahrhunderten werden die Jungen von Normans entfremdetem und scheinbar geistesgestörtem Großonkel Mr. Prenderghast konfrontiert, der Norman sagt, dass er bald sein normales Ritual wieder aufnehmen müsse, um die Stadt zu beschützen. Kurz nach dieser Begegnung stirbt Mr. Prenderghast an einem Herzinfarkt. Während der offiziellen Aufführung des Schultheaterstücks hat Norman eine alptraumhafte Vision der Vergangenheit der Stadt, in der er von Stadtbewohnern auf Hexenjagd durch den Wald verfolgt wird, was ihn in Verlegenheit bringt und zu einem heftigen Streit mit seinem paranoiden wie besorgten Vater Perry führt, der ihm später Hausarrest erteilt. Seine Mutter Sandra sagt ihm, dass sein Vater streng sei, weil er Angst um ihn habe. Am nächsten Tag sieht Norman Prenderghasts Geist, der ihm sagt, dass das Ritual mit einem bestimmten Buch vor Sonnenuntergang an diesem Tag durchgeführt werden müsse; dann lässt er ihn "schwören“, die Aufgabe zu erfüllen, Prenderghasts Geist wird freigelassen und überquert die Grenze. Norman zögert zunächst, mitzugehen, weil er Angst hat, aber seine Großmutter sagt ihm, dass es in Ordnung sei, Angst zu haben, solange er nicht zulasse, dass es ihn verändert. Norman macht sich auf den Weg, um das Buch aus Prenderghasts Haus zu holen (wobei er es von seiner Leiche nehmen muss). Dann geht er zu den Gräbern der fünf Männer und zwei Frauen, die von der Hexe verflucht wurden, findet aber heraus, dass das Buch nur eine Reihe von Märchen ist. Alvin, ein Schulschläger, der Norman immer schikaniert, kommt und hindert Norman daran, die Geschichte vor Sonnenuntergang zu lesen. Norman versucht vergeblich, weiter aus dem Buch zu lesen. Ein geisterhafter Sturm, der der Hexe ähnelt, erscheint in der Luft und ruft die verfluchten Toten herbei, die als Zombies auferstehen, die die Jungen zusammen mit Neil, Normans 17-jähriger Schwester Courtney und Neils älterem Bruder Mitch den Hügel hinunter und in die Stadt jagen. Als Norman erkennt, dass die Hexe nicht auf dem Friedhof begraben wurde, bittet er seine Klassenkameradin Salma um Hilfe (die ihnen sagt, sie sollen in den Archiven des Rathauses nach dem unmarkierten Grab der Hexe suchen).Genau dort muss Norman aus dem besagen Buch vorlesen und so den Fluch bannen. Als die Kinder sich auf den Weg zum Rathaus machen, werden die Zombies von den Bürgern angegriffen. Während des Aufruhrs brechen Norman und seine Gefährten in die Archive ein, können jedoch die benötigten Informationen nicht finden. Als der Mob das Rathaus angreift, erscheint der Hexensturm über der Menge. Norman klettert in einem letzten Versuch, das Ritual zu beenden, auf den Turm des Rathauses, um das Buch zu lesen, doch die Hexe trifft das Buch mit einem Blitz und schleudert Norman vom Turm und tief in die Archive. Bewusstlos hat Norman einen Traum, in dem er erfährt, dass die Hexe Agatha "Aggie“ Prenderghast war, ein kleines Mädchen in seinem Alter und eine entfernte Verwandte, die ebenfalls ein Medium war. Norman erkennt, dass Aggie vom Stadtrat zu Unrecht verurteilt wurde, als man ihre Kräfte mit Hexerei verwechselte. Nach dem Erwachen begegnet Norman den Zombies und erkennt sie als den Stadtrat, der Aggie verurteilt hat. Die Zombies und ihr Anführer Richter Hopkins geben zu, dass sie nur mit ihm sprechen wollten, um sicherzustellen, dass er das Ritual aufnimmt, um den Schaden des Fehlers, den sie vor so langer Zeit begangen haben, zu minimieren. Norman versucht, den Zombies zu helfen, zu entkommen, damit sie ihn zu Aggies Grab führen können, wird jedoch vom Mob in die Enge getrieben. Courtney, Mitch, Neil und Alvin schließen sich Norman an und stellen sich der Menge entgegen. Sie argumentieren, dass ihre Wut, Angst und ihr Missverständnis sie nicht von den verfluchten Stadtbewohnern von vor langer Zeit unterscheiden. Obwohl der Mob ihren Fehler erkennt, entfesselt die Hexe ihre Kräfte, um noch mehr Chaos in der ganzen Stadt zu stiften....

Kann Norman seiner Stadt helfen ? Am Ende outet sich auch noch der muskelbepackte Sportler, der von Normans Schwester angehimmelt wird, als eher schwul. Nur wenige Filme, die sich so sehr mit dem Tod beschäftigen, fühlen sich so unverblümt lebendig an wie "ParaNorman", dieses handgefertigte Wunderwerk der Stop-Motion-Künstler von Laika. Regie führte das Gespann Chris Butler und Sam Fell. Bei der Oscarverleihung schaffte es "ParanNoman" unter die fünf nominierten Filme in der Kategorie "Animationsfilme" zu kommen.


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 

Das große Krabbeln


Regie: John Lasseter und Andrew Stanton

Mikrokosmos...

 Während der Produktion von "Das große Krabbeln" brach ein öffentlicher Streit zwischen Jeffrey Katzenberg von DreamWorks und Steve Jobs und John Lasseter von Pixar aus. Katzenberg, ehemaliger Vorsitzender der Filmabteilung von Disney, hatte das Unternehmen im Streit verlassen. Als Reaktion darauf gründete er mit Steven Spielberg und David Geffen DreamWorks SKG und plante, mit Disney im Animationssektor zu konkurrieren. Nach der Übernahme von Pacific Data Images (PDI) durch DreamWorks – lange Zeit Pixars Zeitgenosse in der Computeranimation – waren Lasseter und andere bei Pixar bestürzt, als sie aus der Fachzeitschrift erfuhren, dass PDIs erstes Projekt bei DreamWorks ein weiterer Ameisenfilm mit dem Titel "Antz" sein würde. Zu diesem Zeitpunkt war Pixars Projekt in der Animationsgemeinde bereits gut bekannt. Sowohl "Antz" als auch" Das große Krabbeln" drehen sich um eine junge männliche Ameise, eine Drohne mit skurrilen Neigungen, die versucht, die Hand einer Prinzessin zu gewinnen, indem sie ihre Gesellschaft rettet. Während "Das große Krabbeln" hauptsächlich auf visuellen Gags basierte, war Antz wesentlich satirischer angelegt. Das Drehbuch von "Antz" war auch voller Anspielungen auf Erwachsene, während Pixars Film für Kinder zugänglicher war.  Lasseter und Jobs glaubten, dass Katzenberg die Idee gestohlen hatte.Katzenberg verlegte den Start von Antz vom Frühjahr 1999 auf Oktober 1998, um mit der Veröffentlichung von Pixar zu konkurrieren.Trotz der erfolgreichen Kassenergebnisse von beiden Filmen blieben die Spannungen zwischen Jobs und Katzenberg viele Jahre lang hoch. Aber  Obwohl der Streit zwischen allen Beteiligten zu einer Entfremdung führte, hielten die meisten Mitarbeiter von Pixar und PDI die alten Freundschaften aufrecht, die durch ihre langjährige gemeinsame Tätigkeit in der Computeranimation entstanden waren.  Eine Ameisenkolonie, angeführt von der alten Königin und ihrer Tochter Prinzessin Atta, lebt inmitten eines saisonal trockenen Bachbetts auf einem kleinen Hügel namens "Ameiseninsel“. Jeden Sommer sind sie gezwungen, einer von Hopper angeführten Heuschreckenbande Nahrung zu geben. Eines Tages zerstört Flik, ​​eine mutige, aber tollpatschige Erfinderameise, versehentlich das Nahrungsangebot mit seinem Getreideernter. Hopper entdeckt dies und verlangt als Entschädigung doppelt so viel Nahrung beim nächsten Besuch. Als Flik den Ameisen ernsthaft vorschlägt, die Hilfe größerer Käfer in Anspruch zu nehmen, um die Heuschrecken zu bekämpfen, sieht Atta darin eine Möglichkeit, Flik loszuwerden, und schickt ihn fort. Flik reist in "die Stadt“, einen Müllhaufen unter einem Anhänger. Er verwechselt eine Truppe arbeitsloser Zirkuskäfer mit den Käferkriegern, die er sucht. Die Käfer wiederum halten Flik für einen Talentagenten und stimmen zu, mit ihm zurück zur Ameiseninsel zu reisen. Während einer Willkommenszeremonie nach ihrer Ankunft entdecken die Circus Bugs und Flik ihre gegenseitigen Missverständnisse. Die Circus Bugs versuchen zu gehen, werden aber von einem nahen Vogel verfolgt; auf der Flucht retten sie Attas jüngere Schwester Dot vor dem Vogel und gewinnen so den Respekt der Ameisen. Auf Fliks Bitte hin setzen die Circus Bugs die List fort, "Krieger“ zu sein, und können so weiterhin die Gastfreundschaft der Ameisen genießen. Als Flik erfährt, dass Hopper Angst vor Vögeln hat, inspiriert ihn das dazu, einen bemannten Ornithopter zu bauen, der als Vogel getarnt ist, um die Heuschrecken zu verscheuchen. Ob diese List gelingen kann ?


1998 war ein Jahr des Animations- Mikrokosmos. Dabei hatte "Das große Krabbeln" in Sachen Umsatz mit 363 Millionen Dollar die Nase vorn. Regisseur John Lasseter wurde von Co-Regisseur Andrew Stanton unterstützt. In Deutschland landete der Film in den Jahrescharts 1999 auf Platz 9 mit 3,5 Millionen Zuschauern, was ihm die "Goldene Leinwand" bescherte. Randy Newman erhielt für die Filmmusik den Grammy und ausserdem gab es eine Oscarnominierung sowie eine Golden Globe Nominierung für diesen "Besten Musical Score". Bei den BAFTA Nominierungen wurden die Special Effects berücksichtigt.


Bewertung, 7,5 von 10 Punkten. 

Hotel Transsilvanien


Regie: Genndy Tartakovsky

Sternehotel für Monster...

Bei einem Budget von 85 Millionen Dollar spielte der 2012 entstandene Animationsspaß "Hotel Trannsilvanien" beeindruckende 358 Millionen Dollar weltweit ein. Die Produktion von Columbia Pictures mit Sony Pictures Animation wurde logischerweise durch Fortsetzungen erweitert. "Hotel Trannsilvanien 2" verbesserte sich auf 447 Millionen Dollar Einspielergebnis und "Hotel Trannsilvanien 3" legte mit 528 Millionen Dollar noch einmal zu. Der vierte Teil war aufgrund der Corona Epidemie als Stream auf Amazon Prime verfügbar . Ein Schicksal, dass er mit sehr vielen anderen Blockbusterproduktionen in dieser Zeit teilten musste. Gedreht wurde der Erstling vo Gendy Tartakovsky. Bei der Vergabe zum Golden Globe war "Hotel Trannsilvanien" in der Animationsfilm Kategorie nominiert. 
Im Jahr 1895, nachdem seine Frau Martha von einem wütenden Menschenmob getötet wurde, lässt Graf Dracula in Transsilvanien ein riesiges Monsterhotel errichten, in dem er seine kleine Tochter Mavis großzieht. Das Hotel dient den Monstern der Welt auch als Zufluchtsort und Zufluchtsort, da sie Angst vor Verfolgung durch die Menschen haben. Berühmte Monster und Freunde Draculas wie Frankenstein und seine Frau Eunice, Wayne und Wanda Werwolf und ihre riesige unmittelbare Familie, Griffin der Unsichtbare und Murray die Mumie kommen oft in das Hotel, um dort zu übernachten. Im Jahr 2012, an Mavis‘ 118. Geburtstag, möchte sie endlich die Menschenwelt sehen. Dracula erlaubt ihr, das Schloss zu verlassen, aber er schmiedet einen ausgeklügelten Plan, indem er seine als Menschen verkleideten Zombie-Hotelpagen einsetzt, um sie einschüchternd wirken zu lassen und ihr Zuhause zu erschrecken. Der Plan funktioniert, aber auf dem Rückweg führen die Zombies versehentlich einen Menschen, Jonathan „Johnny“ Loughran, zurück zum Hotel. Dracula verkleidet ihn verzweifelt als Frankenstein-artiges Monster und gibt ihn als Franks Cousin "Johnnystein“ aus. Jonathan begegnet bald Mavis und bei den beiden "zingt" es gewaltig. Da es ihm nicht gelingt, Johnny ohne Vorankündigung aus dem Hotel zu schaffen, improvisiert Dracula schnell, und teilt seinen Monsterfreunden mit, dass dieser junge  Johnny (er muss sich als 121 jähriger Youngster ausgeben) ein Partyplaner ist, der geholt wurde, um seinen eigenen traditionellen und langweiligen Partys eine frische Note zu verleihen. Johnny wird schnell zum Hit bei den anderen Monstern, aber das beunruhigt Dracula, der sowohl eifersüchtig auf Johnnys Popularität ist als auch Angst hat, dass seine Freunde nie wieder ins Hotel zurückkehren werden, wenn sie die Wahrheit über ihn herausfinden. Dracula zwingt Johnny zum Gehen, aber er wird von Mavis zurückgebracht, die Johnnys wahre Spezies und seinen Streit mit ihrem Vater nicht kennt. Nachdem Johnny Mavis die Schönheit eines Sonnenaufgangs gezeigt hat, ist sie inspiriert, den Menschen eine weitere Chance zu geben. Unterdessen erfährt der Hotelkoch Quasimodo mit Hilfe seiner Ratte Esmeralda, dass Johnny ein Mensch ist, und entführt ihn, um für für sich zu grillen. Dracula greift ein und friert Quasimodo magisch ein, damit er niemandem erzählt, dass Johnny ein Mensch ist. Und im Hinterkopf hat er die Befürchtung seine Tochter könnte sich in einen Menschen verlieben...

Das ist ein unterhaltsamer Film voller skurriler Gags und liebenswerter Charaktere. Der Gruselfaktor hält sich in Grenzen, zumal die Monster liebenswerte Zeitgenossen sind. Die Geschichte ist vorhersehbar, aber unterhaltsam und charmant. Ein guter Spass, eine gute Familienunterhaltung. In diesem Hotel kann man auf jeden Fall einchecken und sich für 91 Minuten gut amüsieren.

Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Kung Fu Panda


Regie: Mark Osborne und John Stevenson

Der etwas andere Held...

Der Dream Works Film "Kung Fu Panda" entstand 2008 unter der Regie von Mark Osborne und John Stevenson. Die Story ist perfekt auf das das ganz junge Zielpublikum zugeschnitten und präsentiert einen mopsigen Pandabären als Held der Geschichte. Umsatztechnisch ging die Rechnung voll auf und es wurde ein Einspielergebnis von 632 Millionen Dollar weltweit erzielt. Natürlich ließen Fortsetzungen nicht lange auf sich warten. "Kung Fu Panda 2" schaffte einen Umsatz von 665 Millionen Dollar. "Kung Fu Panda 3"immerhin 521 Millionen Dollar, wobei sich Teil 4 mit 547 Millionen Dollar sogar noch etwas steigern konnte. 
Im Tal des Friedens, einem Land im alten China, das von anthropomorphen Tieren bewohnt wird, hilft ein Riesenpanda namens Po seinem Gänsevater Mr. Ping, ihr Nudelrestaurant zu führen, träumt aber davon, an der Seite der Furiosen Fünf – Tigerin, Affe, Kranich, Viper und Gottesanbeterin – zu kämpfen, einer Gruppe von Kung-Fu-Meistern, die im Jadepalast leben, wo sie von Meister Shifu, einem launischen Roten Panda, trainiert werden. Eines Tages sagt die weise Schildkröte Meister Oogway, der Begründer des Kung-Fu und spiritueller Führer des Tals, voraus, dass Shifus ehemaliger geliebter Lehrling, der Schneeleopard Tai Lung, aus dem Gefängnis ausbrechen und das Tal angreifen werde, um die Drachenrolle zu erbeuten, ein legendäres Artefakt, das seinem Besitzer grenzenlose Macht verleihen soll, die ihm zuvor verwehrt geblieben war. In Panik schickt Shifu seinen Gänseassistenten Zeng, um die Sicherheit im Chorh-Gom-Gefängnis zu verstärken, in dem Tai Lung festgehalten wird. Shifu veranstaltet ein Turnier für die Fünf, damit Oogway den neuen Drachenkrieger identifizieren und ernennen kann, den prophezeiten Helden, der es wert ist, die Schriftrolle zu lesen. Der Kung Fu Riesenfan Po kommt zu spät, um die Arena zu betreten. In seinem verzweifelten Wunsch, seine Idole zu sehen, stürzt er sich versehentlich von einem Stuhl, der von Feuerwerk angetrieben wird, mitten in das Turnier. Oogway erklärt nun überraschend Po zum Drachenkrieger, sehr zum Schock von Po selbst und den Meistern. Shifu weigert sich zu glauben, dass Po der Drachenkrieger sein kann, und die Fünf entlassen ihn, nachdem er einen schrecklichen ersten Trainingstag hat, sodass Po niedergeschlagen ist und erwägt, aufzugeben. Nachdem er jedoch von Oogway ermutigt wurde, erträgt er das harte Training eines frustrierten Shifu und freundet sich allmählich mit den Fünf an, dank seiner Widerstandsfähigkeit, Kochkünste und guten Laune. Während dieser Zeit informiert ihn Tigress, dass Shifus distanziertes Verhalten aus seiner Scham über Tai Lungs Verrat aufgrund der Verweigerung der Drachenschriftrolle herrührt, da Oogway Dunkelheit in seinem Herzen spürte, da er ihn von Kindheit an aufgezogen hatte. Im Gefängnis Chorh-Gom werden Zengs Warnungen verspottet, bevor Tai Lung eine von Zengs Federn verwendet, um mühelos zu entkommen und seine Wachen zu überwältigen, bevor er Zeng zurückschickt. Shifu informiert Oogway, der ihm das Versprechen abnimmt, an Po als Drachenkrieger zu glauben, ihn zu seinem Nachfolger als Anführer des Tals ernennt und in das Geisterreich aufsteigt. Shifu informiert dann Po und die Fünf über Tai Lungs Flucht und Oogways Tod und sagt Po, dass er der Einzige ist, der ihn aufhalten kann. Ob dem Kung Fu Panda tatsächlich ein Sieg gegen diesen übermächtigen Gegner gelingt ?

Das ist eine sehr einfache Geschichte, die aber durchweg unterhaltsam gestaltet ist. Gelegentlich hat man den Eindruck, dass die Slapstick Sequenzen zu dominierend sind. Er kam in China sehr gut beim Publikum an, denn die Macher haben es verstanden die chinesiche Kultur in diesem Animationsspaß sehr gut zu integrieren. Es gab sowohl eine Oscar- als auch eine Golden Globe Nominierung. In Deutschland wurde der Box Office Germany Award vergeben, weil "Kung Fu Panda" die 2 Millionen Zuschauer Grenze innert von 20 Tagen Kinoeinsatz bereits überschritt. Auch ein "Besonders wertvoll" wurde von der Wiesbadener Film und Medienbewertung vergeben. In den deutschen Kinojahrescharts konnte sich "Kung Fu Panda" nach "Madagacar" und "Wall E" als dritter Animationsfilm in den Top 10 platzieren. 

Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Paprika


Regie: Satoshi Kon

Kontrolle der Träume...

Wenn sich jemand nachts in meine Träume schleicht" - eine Horrorvorstellung, nicht erst seit Freddy Krueger im Kino mehrfach sein Unwesen trieb. Im Grunde ein faszinierendes Szenario, dass bereits in Klassikern wie "Alice im Wunderland" oder neuen Klassikern wie "Inception" zum Thema wurde .Als Christopher Nolans Meisterwerk „Inception“ im Jahre 2010 über die Kinoleinwände flackerte, waren Fans und Kritiker gleichermaßen begeistert. Das hochkomplexe Setting, in welchem es den Protagonisten möglich war, in die Träume anderer Personen einzutauchen und diese zu verändern, schlug im Nachgang hohe Wellen. Was viele dabei jedoch vergessen, ist die Tatsache, dass es bereits lange vor „Inception“ einige Machwerke gab, die eben jene Thematik behandelte. Ein animiertes Paradebeispiel dafür ist der Film „Paprika“, welcher 2006 erschien.
Im diesem japanischen Anime Film aus dem Jahr 2006 hat Regisseur Satoshi Kon, der das Drehbuch gemeinsam mit Seishi Minakami schrieb, dieses Thema sehr surreal, sehr verzwickt, aber extrem interessant aufbereitet. 
Der Psychothriller handelt von einem Kampf zwischen einem "Traumterroristen“, der Albträume verursacht, indem er ein Gerät stiehlt, mit dem andere ihre Träume teilen können, und einer Forschungspsychologin, die die Traumwelt betritt und sich in einen Traumdetektiv namens Paprika verwandelt, um die Fälle zu untersuchen. Paprika war Kons vierter und letzter Spielfilm vor seinem Tod im Jahr 2010. Das japanische Animationsstudio Madhouse animierte und produzierte den Film. Der Film hatte seine Weltpremiere bei den 63. Internationalen Filmfestspielen von Venedig, wo er um den Goldenen Löwen konkurrierte. Er wurde am 25. November 2006 in Japan veröffentlicht und erhielt viel Lob von den Kritikern.
 In naher Zukunft ermöglicht ein neu entwickeltes Gerät namens DC Mini den Benutzern, die Träume anderer Menschen zu sehen. Die Leiterin des Teams, das an dieser Behandlung arbeitet, Dr. Atsuko Chiba, beginnt, die Maschine illegal zu verwenden, um psychiatrischen Patienten außerhalb der Forschungseinrichtung zu helfen, indem sie ihr Traumwelt-Alter-Ego annimmt, eine Detektivin namens Paprika. Atsukos engste Verbündete sind Dr. Toratarō Shima, der Abteilungsleiter, und Dr. Kōsaku Tokita, der Erfinder des DC Mini. Paprika berät einen Detektiv namens Toshimi Konakawa, der von einem wiederkehrenden Traum über einen ehemaligen Kollegen und ein Opfer eines Mordfalls geplagt wird, den er untersucht. Sie gibt Toshimi eine Karte mit dem Namen einer Website darauf. Da es sich bei den DC Minis um unfertige Prototypen handelt, gibt es keine Zugangsbeschränkungen und jeder kann in die Träume anderer Personen eindringen, was schwerwiegende Konsequenzen nach sich zieht, wenn sie gestohlen werden. Toratarō gerät in eine unsinnige Tirade und springt durch ein Fenster, wobei er sich beinahe umbringt. Als Kōsaku Toratarōs Traum untersucht, der eine Parade zufälliger Objekte darstellt, erkennt er seinen Assistenten Kei Himuro, was ihren Verdacht bestätigt, dass der Diebstahl ein Insider-Job war. Als zwei weitere Wissenschaftler dem DC Mini zum Opfer fallen, verbietet der Vorsitzende des Unternehmens, Dr. Seijirō Inui, der von Anfang an gegen das Projekt war, die Verwendung des Geräts. Dies kann die verrückte Parade, die sich nun in Himuros Traum befindet und Kōsaku heimsucht, nicht verhindern. Paprika und Toratarō entdecken, dass Himuro nur eine leere Hülle ist. Der wahre Täter ist Seijirō, der glaubt, dass er Träume durch Traumtherapie mit Hilfe von Dr. Morio Osanai vor dem Einfluss der Menschheit schützen muss. Paprika wird nach einer anstrengenden Verfolgungsjagd von den beiden gefangen genommen. Traum und Realität vermischen immer mehr....



Die Animes des Regisseurs SAtoshi Kon weisen eine sehr starke individuelle Handschrift auf und bereits sein erster Animationsfilm "Perfect Blue" (ebenfalls ein Thriller) wurde zum Klassiker des Genres. Auch mit "Millenium Actress" und "Tokyo Godfathers" lieferte er überzeugende Genrewerke ab. Auch "Paprika" erweist sich als anspruchsvoll und fantasiereich. Der Film ist herausfordernd und auch verstörend. Möglicherweise ist die Handlung zu schwer verständlich, aber sie folgt auch den Gesetzen der Träume. Er vermittelt eine dunkle Seite einer imagnären Welt, die kaum vom Menschen zu beherrschen ist. In Umfragen über die besten Animationsfilme taucht "Paprika" auch immer wieder auf. 

Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Kubo - Der tapfere Krieger


Regie: Travis Knight

Gejagt vom Großvater...

Unter künstlerischen Gesichtspunkten war der 2016 realisierte Laika Animationsfilm "Kubo and the two Strings" (Deutscher Titel; Kubo - Der tapfere Samurai" ein voller Erfolg - in den Kinokassen spielte er jedoch nur 77 Millionen Dollar ein, was bei einem Budget von 60 Millionen Dollar ein Reinfall war. Immerhin gewann "Kubo" den BAFTA Award als bester Animationsfilm und wurde in den Kategorien "Bester Animationsfilm" und "Beste visuelle Effekte" auch für einen Oscar nominiert. In der letzterwähnten Kategorie war er erst der zweite Stop Motion Animationsfilm nach "Nightmare before Christmas" der eine Nominierung schaffte. In beiden Kategorien wurde aber kein Sieg errungen - "Kubo" unterlag den beiden Disney Filmen "Dschungelbuch" und "Zoomania". 
Im feudalen Japan pflegt ein 12-jähriger Junge namens Kubo mit nur einem Auge seine kranke Mutter in einer Berghöhle in der Nähe eines Dorfes. Er verdient seinen Lebensunterhalt, indem er für die Dorfbewohner Origami Papierfaltfiguren mit Musik aus seiner dreiseitigen Laute magisch manipuliert und die Geschichte seines vermissten Vaters Hanzo, eines Samurai-Kriegers, erzählt. Kubo kann seine Geschichte nie zu Ende erzählen, da er nicht weiß, was mit Hanzo passiert ist, und seine Mutter sich aufgrund ihres sich verschlechternden Geisteszustands nicht an das Ende erinnern kann. Seine Mutter warnt ihn, nach Einbruch der Dunkelheit nicht draußen zu bleiben, da ihre Schwestern Karasu und Washi sowie sein Großvater, der Mondkönig (der ihm als Baby sein Auge nahm), ihn finden könnten und ihm sein verbliebenes Auge nehmen würden. Eines Tages erfährt Kubo vom Bon-Fest des Dorfes, bei dem sie mit verstorbenen Angehörigen sprechen können. Kubo nimmt daran teil, ist aber wütend, dass Hanzo nicht aus seiner Laterne erscheint, und vergisst, vor Sonnenuntergang nach Hause zurückzukehren. Karasu und Washi finden ihn schnell und greifen an, doch plötzlich erscheint seine Mutter und benutzt ihre Magie, um Kubo weit weg zu schicken. Sie sagt ihm, er solle die Rüstung seines Vaters suchen. Kubo wacht in einem fernen Land auf und stellt fest, dass Monkey, sein hölzerner Schneeaffen-Anhänger, lebendig geworden ist. Monkey erzählt ihm, dass seine Mutter weg ist und das Dorf zerstört ist. Mit Hilfe von "Little Hanzo“, einer Origami-Figur, die auf Kubos Vater basiert, machen sie sich auf die Suche nach der Rüstung. Unterwegs treffen sie Beetle, einen Samurai mit Gedächtnisverlust, der verflucht wurde, die Gestalt eines Hirschkäfer-Mensch-Hybriden anzunehmen, der sich jedoch für Hanzos Lehrling hält. Kubo, Monkey und Beetle holen das "Unzerbrechliche Schwert“ aus einer Höhle, die von einem riesigen Skelett bewacht wird. Sie überqueren den Long Lake in einem Blattboot, um tief unter Wasser den "Undurchdringlichen Brustpanzer“ zu finden. Kubo und Beetle schwimmen hinunter, um es zu holen, und begegnen einem Seeungeheuer, das seine Opfer zunächst mit seinen vielen Augen verzaubert, indem es ihnen Visionen von Geheimnissen zeigt, und sie dann frisst, während sie abgelenkt sind. Kubo wird von der Kreatur gefangen genommen, aber während er verzaubert ist, erkennt er, dass Monkey der wiedergeborene Geist seiner Mutter ist. Beetle rettet den bewusstlosen Kubo und erhält den Brustpanzer, aber als sie zum Boot zurückkehren, stellen sie fest, dass Monkey im Kampf gegen Karasu schwer verwundet wurde. Sie gehen an Land, um sich zu erholen, wo Monkey erklärt, dass sie und ihre Schwestern vom Mondkönig angewiesen wurden, Hanzo zu töten, aber sie sich stattdessen in ihn verliebte und der Mondkönig sie als Feindin brandmarkte. In dieser Nacht träumt Kubo von einer Begegnung mit einem blinden alten Mann, der ihn auf den "unverwundbaren Helm“ in Hanzos verlassener Festung hinweist. Sie reisen am nächsten Tag dorthin, erkennen jedoch zu spät, dass es sich um eine Falle handelt...


"Kubo" ist einerseits ein typischer Filmbeitrag der Laika Studios, denn er ist düster, verdreht und gelegentlich gruselig, aber unterscheidet sich dennoch aufgrund der fernöstlichen Location von den anderen Laika Animationsfilmen. Die Animation ist tatsächlich umwerfend, sie vermischt Rafinesse und handgemachten Charme und formt mit diesen Komponenten eine fließende Einheit. Die Regie führte Travis Knight. 

Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 

Pets


Regie: Chris Renaud und Yarrow Chenney

Haustiere und ihre Geheimnisse...

Der Animationsfilm Petes" aus dem Jahr 2016 wurde von Illumination Entertainment geschaffen und von Universal vertrieben. Die Regiearbeit teilten sich Chris Rennaud und Yarrow Chenney. Es ist ein Loblied auf das geliebte Haustier, den besten Freund des Menschen.  Jack Russell Terrier namens Max lebt mit seiner Besitzerin Katie in einer New Yorker Wohnung. Während sie weg ist, knüpft er Kontakte zu anderen Haustieren im Gebäude: der getigerten Katze Chloe, dem Mops Mel, dem Dackel Buddy und dem Wellensittich Sweet Pea. Und er ist so vernarrt in seine Besitzerin, dass er täglich auf sie wartet, bis sie am Abend wieder von der Arbeit kommt. Dass sie so lange weg ist, findet er ätzend. Er weiß ja nicht, dass sein Frauchen Geld verdienen muss. Eines Tages adoptiert Katie den Neufundländer Duke, was Max neidisch macht. Wütend über Max‘ egoistisches Verhalten versucht der viel größere Duke, Max in einer Gasse auszusetzen, aber sie werden beide von Katzen angegriffen, angeführt von der Sphynx-Katze Ozone, die ihnen die Halsbänder abnimmt und sie zurücklässt, damit sie von der Tierkontrolle eingefangen werden. Duke befürchtet, dass er getötet wird, wenn er zurück ins Tierheim geht. Und beide müssen nun versuchen wieder nach Hause zu kommen. Kein leichtes Unterfangen in der riesigen Metropole. Max und Duke werden von einem weißen Kaninchen namens Snowball gerettet, dem Anführer der "Flushed Pets“ (Weggeworfene Haustiere), einer Bande von in Abflüssen lebenden Tieren, die Menschen hassen, weil ihre Besitzer sie ausgesetzt haben. Nachdem Max und Duke vorgeben, Menschen zu verachten, indem sie sagen, sie hätten ihre Besitzer "getötet“, laden die Flushed Pets sie ein, sich ihnen anzuschließen. Bevor sie ihre Loyalität durch einen Vipernbiss beweisen können, erfährt Snowball, dass Max und Duke domestiziert sind. Nachdem ihre Tarnung aufgeflogen ist, entkommen Max und Duke durch die Kanalisation und besteigen eine Fähre nach Brooklyn, wobei sie versehentlich die Viper töten. Snowball schwört Rache und führt die Flushed Pets hinter ihnen her. Unterdessen entdeckt Gidget, ein weißer Zwergspitz aus der Nachbarschaft von Max, der in Max verliebt ist, dass dieser vermisst wird und beschließt, ihn zu finden. Die  verliebte Hundelady rekrutiert einen Rotschwanzbussard namens Tiberius, um Max zu finden, aber dieser findet fälschlicherweise Ozone, den Gidget dazu zwingt, zu erzählen, was er über die Hunde weiß. Dann rekrutieren sie Mel, Buddy, Chloe, das Meerschweinchen Norman und Sweet Pea. Unterwegs treffen sie Pops, einen alten Basset Hound, der Gidget und den Haustieren hilft, Max zu finden....

"Pets" war ein echter Überraschungserfolg in den Kinos. Er war der sechst erfolgreichste Film des Jahres mit einem weltweiten Umsatz von 885 Millionen Dollar. In Deutschland lockte "Pets" (Originaltitel: The secret Life of Pets") im Jahr 2016 annähernd 4 Millionen Zuschauer in die Kinos. Es war sowieso ein hervorragendes Erfolgsjahr für Animationsfilme, denn auch "Zootopia" und "Findet Dorie" waren Megaerfolge, die sogar die Milliardengrenze knackten und auf Platz 3 und 4 in den Kinojahrescharts landeten. "Pets" ist rasant und witzig, wunderschöne Animationen von Figuren und auch von der Stadt, die niemals schläft. Es ist eine Art "Toy Story" mit Haustieren, die alles tun, dass das Publikum sie völlig unwiderstehlich finden werden. 
 So wie der Erfolgsfilm "Zootopia" gezeigt hat, dass es Kreaturen unterschiedlicher Kultur, Klasse und Spezies besser geht, wenn sie zusammenkommen, ist "The Secret Life of Pets" ein Beweis für Teamwork und Freundschaft und das Beheben der Risse, die uns trennen.


Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Shrek


Regie: Andrew Adamson und Vicky Jenson 

Ein Oger und sein Esel

  Der erste "Shrek" Film entstand 2001 unter der Regie von Andrew Adamson und Vicky Jenson und war gleichzeitig ein Riesenerfolg für Dream Works, die sich über das Kassenergebnis von 488 Millionen Dollar riesig freuen konnte. Mit diesem Umsatz gelang es dem Animationsfilm über einen "Oger" vierterfolgreichster Film des Jahres 2001 zu werden. Durch diesen Erfolg wurden weitere Fortsetzungen realisiert. "Shrek 2" spielte 928 Millionen Dollar ein, "Shrek the Third" kam ebenfalls auf ein fulminantes Ergbnis von 813 Millionen Dollar. Und selbst der vierte Teil "Shrek forever after" schaffte es noch auf 513 Millionen Dollar. Auch die beiden nachfolgenden Spin offs "Puss in boots" und "Puss in Poots The last wish" waren Blockbuster, die beide zusammen mehr als 1 Milliarden Dollar Umsatz brachten.  Shrek ist ein unsozialer und sehr territorialer Oger, der die Einsamkeit seines Sumpfes liebt und gerne Mobs und Eindringlinge abwehrt. Sein Leben wird unterbrochen, als der zwergartige Lord Farquaad von Duloc eine große Anzahl von Märchenwesen verbannt, die versehentlich im Sumpf landen. Wütend über das Eindringen beschließt Shrek, Farquaad aufzusuchen und ihn zu bitten, die Wesen woanders hinzubringen. Shrek erlaubt widerwillig einem mehr als gesprächigen Esel, den er zuvor vor Farquaads Wachen gerettet hat, sich ihm anzuschließen und ihn nach Duloc zu führen. In der Zwischenzeit wird Farquaad der Zauberspiegel präsentiert, der ihm sagt, dass er eine Prinzessin heiraten muss, um König zu werden. Farquaad entscheidet sich für Prinzessin Fiona, die in einem von einem Drachen bewachten Schloss gefangen gehalten wird. Da er Fiona nicht selbst retten will, organisiert er ein Turnier, bei dem der Gewinner das "Privileg“ erhält, die Aufgabe in seinem Namen zu erfüllen. Als Shrek und Esel in Duloc ankommen, verkündet Farquaad, dass derjenige, der Shrek tötet, das Turnier gewinnen wird. Shrek und Esel besiegen Farquaads Ritter jedoch relativ leicht. Amüsiert ernennt Farquaad sie zu Champions und stimmt zu, die Märchengestalten umzusiedeln, wenn Shrek Fiona rettet. Shrek und Esel reisen zum Schloss und werden vom Drachen angegriffen. Shrek findet Fiona, die über seinen Mangel an Romantik entsetzt ist. Sie fliehen aus dem Schloss, nachdem sie Esel vor dem Drachen gerettet haben, der sich als weiblich herausstellt und sich in den plappernden Esel verliebt hat. Als Shrek seinen Helm abnimmt und offenbart, dass er ein Oger ist, weigert sich Fiona hartnäckig, nach Duloc zu gehen und verlangt, dass Farquaad persönlich kommt, um sie zu retten. Shrek trägt Fiona gegen ihren Willen. In dieser Nacht, nachdem sie ihr Lager aufgeschlagen haben und Fiona allein in einer Höhle ist, gesteht Shrek Esel gegenüber, dass er aus dem Grund unsozial ist, weil er frustriert ist, weil er ständig nach seinem Aussehen beurteilt wurde. Fiona hört das mit und beschließt, netter zu Shrek zu sein. Am nächsten Tag werden die drei von Robin Hood und seiner Bande von Merry Men belästigt, aber Fiona besiegt sie mühelos im physischen Kampf. Shrek ist von Fiona beeindruckt und sie verlieben sich ineinander. Als sich das Trio Duloc nähert, sucht Fiona für den Abend Schutz in einer Windmühle. Esel kommt später allein herein und entdeckt, dass Fiona sich in einen Oger verwandelt hat. Sie erklärt, dass sie in ihrer Kindheit verflucht war, sich nachts in einen Oger zu verwandeln, aber tagsüber ihre menschliche Gestalt zu behalten. Sie sagt Esel, dass nur der "Kuss der wahren Liebe“ den Zauber brechen und sie in "die wahre Gestalt der Liebe“ verwandeln wird. Vielleicht geschieht ja doch noch das Wunder, dass der Oger und die Prinzessin ein Paar werden...


"Shrek" wurde sehr schnell zum ultimativen Publikumsliebling, denn die Story ist„lustig und böse, voller hinterhältiger Insiderwitze und doch irgendwie mit Herz. Der Esel und der Oger sind zu echten Sympathieträgern geworden, die auch bei der Wahl zum Oscar berücksichtigt wurden. Erstmalig im Jahr 2002 wurde die neue Kategorie "Bester Animationsfilm" hinzugefügt. "Shrek" und Aron Warner konkurrierten mit "Monsters Inc" und "Jimmy Neutron" und gewannen den Oscar. Auch das Drehbuch wurde nominiert. DreamWorks Pictures erweist sich erneut als vertrauenswürdiger Name für fantasievolle, lustige Animationsfilme, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern.“

Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Montag, 21. Oktober 2024

Suzume

 

Regie: Makato Shinkai

Verborgene Türen...

Makoto Shinkai ist der Regisseur des Coming of Age Animationsfilm "Suzume" aus dem Jahr 2022. Der von CoMix Wave Film produzierte Film wurde vom Erdbeben und Tsunaim in Töhoku 2011 inspiriert, er kam auf diese Idee als er durch Japan reiste und Vorträge über seine früheren Arbeiten hielt. Er erinnerte sich daran, dass es in Japan üblich ist, eine Jichinsai- oder Grundsteinlegungszeremonie abzuhalten, bevor mit dem Bau eines neuen Gebäudes oder Hauses begonnen wird - andererseits aber nichts dergleichen getan wird, wenn das Objekt nicht mehr gebraucht wird.
Shinkai bemerkte, dass es in Japan aufgrund der sinkenden Geburtenrate und der alternden Bevölkerung des Landes mehr leere oder verlassene Gebiete gab, also dachte er daran, eine Geschichte über „"Trauer um verlassene Orte“ zu schreiben. Infolgedessen wurde der Film unweigerlich zu einem Roadmovie über das Besuchen von Orten.
Suzume Iwato ist eine 17-jährige verwaiste Highschool-Schülerin, die bei ihrer Tante in einer Stadt in Kyushu lebt. Sie träumt immer wieder von ihrem kindlichen Ich, wie es nachts durch eine zerstörte Stadtlandschaft läuft, bevor es einer schattenhaften Gestalt begegnet, die sie für ihre verstorbene Mutter hält. Auf dem Weg zur Schule trifft Suzume eines Morgens einen jungen Mann, der nach verlassenen Orten mit Türen sucht. Sie erzählt ihm von einem verlassenen Onsen-Resort in der Nähe und folgt ihm neugierig. Dort entdeckt sie eine freistehende Tür. Suzume öffnet sie und sieht durch die Tür ein sternenbeleuchtetes Feld, das sie nicht betreten kann. Dann stolpert sie über eine Katzenstatue auf dem Boden, die sich in eine echte Katze verwandelt und flieht. Erschrocken eilt Suzume zur Schule. Während des Mittagessens bemerkt Suzume eine riesige Rauchsäule aus dem verlassenen Resort, die niemand sonst sehen kann. Sie kehrt dorthin zurück und findet den Mann von vorhin, der versucht, die Tür zu schließen, durch die der Rauch entweicht. Suzume hilft ihm und er schließt die Tür mit einem alten Schlüssel ab. Der wurmartige Rauch verschwindet, verursacht aber Erdbebenschäden in der Stadt. Suzume nimmt den verletzten Mann, Souta Munakata, mit zu sich nach Hause. Er erklärt, dass er ein "Closer“ ist und bestimmte Türen an verlassenen Orten in ganz Japan finden und verschließen muss, um zu verhindern, dass ein übernatürlicher "Wurm“ freigelassen wird und Erdbeben verursacht. Während sie reden, erscheint die Katze aus dem Resort und verwandelt Souta in den Stuhl, auf dem er gesessen hat. Souta, jetzt ein lebendiger dreibeiniger Stuhl, jagt die Katze auf eine Fähre nach Ehime, Suzume folgt ihr. Die Katze springt auf ein anderes Schiff, während Souta Suzume erzählt, dass die Katze ein "Schlussstein“ ist und dass der Wurm freigelassen wurde, nachdem der Schlussstein von der Tür des Resorts entfernt wurde. Als sie Ehime erreichen, finden Suzume und Souta Social-Media-Posts von Einheimischen, die die Katze fotografiert und "Daijin“ genannt haben. Mit Hilfe eines Mädchens aus der Gegend, Chika Amabe, finden sie den Wurm wieder und schließen die Tür, aus der er in einer verlassenen Schule entkommt. Nachdem sie sich von Chika verabschiedet haben, fahren sie mit einer netten Barbesitzerin namens Rumi Ninomiya nach Kobe, die Suzume bittet, auf ihre Zwillingskinder aufzupassen. Am Abend sieht Suzume Daijin, der ihr Spielkamerad sein möchte. Er führt sie und Souta zu einem verlassenen Vergnügungspark, wo sie den Wurm daran hindern, durch eine Riesenradgondel wieder herauszukommen. Souta erklärt, dass das Portal in den Türen zum Jenseits führt, wohin die Seelen nach dem Tod gehen. Er bemerkt auch, dass er als Stuhl länger schläft und Suzume länger braucht, um ihn aufzuwecken. Nachdem sie Daijin nach Tokio verfolgt haben, bittet Souta Suzume, sie zu seiner Wohnung zu bringen. Er erklärt die Legende des Wurms und dass er der letzte Nachkomme einer Familie ist, die seit Generationen dafür verantwortlich war, verlassene Türen zu verschließen, die zum Jenseits führen....

"Suzume" war nicht nur ein Riesenerfolg an der Kinokasse, der ca. 316 Millionen Dollar einspielte und zum viertgrößten Kassenhit überhaupt in Japan wurde - es ist auch ein extrem faszinierender Film, der sogar für den Golden Globe als bester Animationsfilm nominiert wurde. Die Geschichte hat sehr gute Charaktere und zielt darauf, einen zum Lachen und Weinen zu bringen. Thematisch handelt es sich um eine fundierte Erkundung, sich mit dem Verlust abzufinden und zu lernen, zu anderen Menschen Verbindungen aufzubauen. Die visuellen Effekte sind beeindruckend. Die Portale sind an verlassenen Orten, an denen schon vorher Naturkatastrophen stattfanden, ein morbider Charme entsteht und lässt auch an die Katastrophen aus den alten "Godzilla" Filmen erinnern.


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 
 

Spider Man: Across the Spider Verse


Regie: Joaquim Dos Santos, Kemp Powers und Justin K. Thompson

Parallelwelten und Spinnen...

Mit "Spiderman - Across the spider verse" aus dem Jahr 2023 präsentiert Sony Pictures Animation die Fortsetzung von "Spider Man - A New Universe" aus dem Jahr 2018, der bereits den Oscar als bester Animationsfilm bekam. Auch die Fortsetzung von Joaquim Dos Santos, Kemp Powers und Justin K. Thompson durfte sich über eine erneute Oscarnominierung freuen - allerdings musste er sich dem japanischen Meisterwerk "Der Junge und der Reiher" von Hayao Miyazaki geschlagen geben. Großes Thema des Films sind die vielen Parallelwelten, die auf Spider Men warten, der diese Welten rettet.
Auf der Erde-65 isoliert sich Spider-Woman Gwen Stacy zunehmend von ihren Freunden und entfremdet sich von ihrem Vater George. George jagt Spider-Woman, weil sie Peter Parker getötet hat, ohne zu wissen, dass es ein Unfall war, nachdem Peter sich in die Echse verwandelt hatte. Gwen begegnet einer Version des Geiers aus einem alternativen Universum mit italienischer Renaissance-Thema, und Miguel O'Hara und Jess Drew kommen durch Dimensionsportale, um ihn zu neutralisieren. George drängt Gwen in die Enge und sie enthüllt ihm ihre Identität. Er versucht, sie festzunehmen, bevor sie mit Jess und Miguel geht. In Brooklyn auf der Erde-1610, 16 Monate nach Kingpins Niederlage und der Zerstörung des Alchemax-Colliders, hat der Held des Films, Miles Morales, Ärger mit seinen Eltern, weil seine Pflichten als Spider-Man sein Privatleben beeinträchtigen, und bekommt Hausarrest, als er zu spät zu einer Party kommt, auf der die Beförderung seines Vaters Jeff zum Polizeihauptmann gefeiert wird. Miles begegnet dem Spot, einem Alchemax-Wissenschaftler, der zum Superschurken wurde, dessen Körper während der Explosion mit Portalen durchdrungen wurde. Der Spot macht Miles für seine Mutation verantwortlich und enthüllt, dass die radioaktive Spinne, die Miles gebissen und ihm seine Kräfte verliehen hat, aus einer anderen Dimension, Erde-42, kam, während der Spot den Kollider testete. Der Spot transportiert sich versehentlich in eine Leere und lernt, seine Portale zu nutzen, um in andere Universen zu reisen und sich selbst zu stärken, indem er Alchemax-Kollider in anderen Dimensionen nutzt. Gwen reist in Miles‘ Dimension und sie finden wieder zueinander, teilen ihre Kämpfe und deuten an, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Gwen verfolgt den Spot heimlich und öffnet ein Portal zum nächsten Universum, in das er gegangen ist, Erde-50101. Miles folgt Gwen unauffällig in das Portal und die beiden verbünden sich mit dem lokalen Spider-Man Pavitr Prabhakar von Erde-50101 und später mit Hobie Brown gegen den Spot. Der Spot absorbiert die Kraft des Kolliders und er und Miles teilen eine Vision seiner zukünftigen Angriffe, zu denen der Tod von Jeff und Polizeiinspektor Singh, dem Vater von Pavitrs Freundin Gayatri, gehört. Spot entkommt und Miles rettet Singh vor der Zerstörung durch den Kollider, doch die Welt beginnt zusammenzubrechen, bevor andere Spinnenmenschen eintreffen, um den Schaden einzudämmen. Miles, Gwen und Hobie werden nach Nueva York auf Erde-928 gebracht, wo eine multiversale Gesellschaft von Spinnenmenschen, die als Spinnengesellschaft bekannt ist, zusammenarbeitet, um Bedrohungen zu bekämpfen. Miles trifft Miguel, den Anführer der Gesellschaft, und trifft Peter B. Parker wieder, der ihm seine kleine Tochter Mayday Parker vorstellt. Miguel erklärt Miles, dass jede der Geschichten der Spinnenmenschen "kanonische Ereignisse“ enthält, wie etwa den Tod eines Polizeihauptmanns, der Spider-Man nahestand, die nicht gestört werden dürfen, da sie sonst den Zusammenbruch dieses Universums riskieren, was wiederum das gesamte Multiversum zum Einsturz bringen würde. Miles erkennt, dass die Tötung von Vater Jeffs durch Spot ein kanonisches Ereignis ist, und wird von Miguel eingesperrt, um zu verhindern, dass der vater gerettet wird. Miles befreit sich mit Hilfe von Hobie und flieht, während die Gesellschaft ihn verfolgt. Kann er das Unglück verhindern, ohne dass das gesamte Unversum zu zerstören...

Leider hört der Film imnitten der Story auf, da müssen die Fans sich gedulden bis Teil 3 gezeigt wird. Bei den Fans von Animationsfilmen genießt dieser Beitrag einen sehr hohen Stellenwert. Die Bewertungen in vielen filmportalen sind extrem hoch und auch in den Kinos lief der Film bestens. Mit 682 Millionen Dollar Umsatz war "Spider Man - Across the spider verse" der fünfterfolgreichste Film des Jahres. In Deutschland kam er mit fast 900.000 Zuschauern auf Rang 15 des Kinojahres. Der Film ist vielleicht der Animationsbeitrag, der den Marvel Superhelden Filmen am nächsten kommt. Es gibt fast keine ruhige Sekunde, denn die Heldem jumpen von Universum zu Universum. Die Handlung ist kompliziert, aber stört weiter nicht - denn die Action und die Bilder, die hier auf den Zuschauer einprasseln lassen keinen Raum für großes Nachdenken. Die Optik ist tatsächlich schwindelerregend und ist prall gefüllt mit unglaublichen Bildern, mit dem größten Ideenreichtum und faszinierenden Einfällen. Natürlich war auch Marvel an dieser üppigen Produktion beteiligt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten.
 

Der Illusionist

Regie: Sylvain Chomet Der Zauberer und seine Bewunderin... Während der große Jacques Tati seine Klassiker "Mon Oncle" und "T...