Donnerstag, 22. August 2024

Die Legende von Beowulf


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Robert Zemeckis

Zemeckis an den Grenzen des computeranimierten Films...

Eigentlich waren sowohl Voraussetzungen als auch die Zutaten optimal: Ein oscarprämierter weltbekannter Director mit Highlights wie "Forrest Gump" oder "Roger Rabbit" in seiner Filmographie, guter Freud von Spielberg wagt sich an die nordische Beowulf Saga heran.
Im Cast Topstars wie Anthony Hopkins, John Malkovich, Angelina Jolie oder Newcomer Ray Winstone, der vor allem in "The Proposition" eine gute Vorstellung gab.
Der Film geht wohl als "Experiment" in die Filmgeschichte ein, die Mehrzahl der Zuschauer wird aber dazu tendieren, dass das Experiment gründlich missglückte.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Troll Grendel (Crispin Clover) tyrannisiert das Volk von König Hrothgar (Anthony Hopkins), ein Anschlag in der Methalle des Königs fordert zahlreiche Opfer. Krieger Beowulf (Ray Winstone) mit seinen 14 Gefährten nimmt die Herausforderung an, das Ungetüm zu besiegen. Wobei die Mutter des Monsters (Angelina Jolie, die wohl seit Alexander auf die Rolle der bösen Rabenmutter festgelegt ist)auch noch ein Wörtchen mitzureden hat....
Die Sage, die für den Film abgewandelt wurde, nimmt noch ein paar überraschende Wendungen.
Jedenfalls war diese Beowulf Geschichte geradezu prädestiniert dafür, ein schillernder Genrefilm im Bereich der Fantasy zu werden - die Story selbst ist trotz Abänderungen immer noch gut genug. Drachen, mutige Ritter, blonde Jungfrauen, riesige Seeungeheuer und vieles mehr....dazu die düstere Stimmung einer längst vergangenen Epoche: Dänemark im 5. Jahrhundert.
Wobei solche Projekte bis vor ein paar Jahren noch als unverfilmbar galten, denn die Animationen dieser Fabelwesen war immer problematisch und lange galt die 50er Ikone Harryhausen als das Mass aller Dinge.
Aber der Kinogänger der Neuzeit will spätestens seit man mit dem Computer verblüffend echte Ergebnisse in "Jurassic Park" oder "Herr der Ringe" hinbekommen hat, in diesem Genre solch echt wirkenden Szenen, dass eben die Assoziation zur Animation in der Momentaufnahme gar nicht mehr aufkommt.



Ein schwieriges Unterfangen, denn daran scheitert der Film letztendlich. Mit der Ambition dem Zuschauer eben die technisch versierterste Möglichkeit zu liefern (eine Möglichkeit die "echt" wirken soll und die es sogar tut) ist der Film so stark computeranimiert, dass auch die menschlichen Figuren der Geschichte wie Disney-Animationen rüberkommen und eine Identifition, die ein solch archaischer Stoff eigentlich bräuchte, zu keiner Zeit stattfinden kann.
Allerdings darf nicht übersehen werden, dass der PC halt phasenweise mörderisch gute Einzelbilder auswirft...daher fällt mein Urteil  sehr, sehr gnädig aus.
Ein Extrapunkt gab es zusätzlich, weil diese Verfilmung doch die Grenzen der Animation, vor allem aber das Entwerfen eines Films auf dem PC aufzeigt. Der Zuschauer will auch bei einem Fantasyspektakel mit einer Vielzahl an gelungenen Specialeffekts nicht auf die wichtige Figurenzeichnung, also auf das echte und authentische, verzichten. Und das ist auch gut so....

Bewertung: 5 von 10 Punkten.

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